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Reisen
Dienstag 26. - Samstag 30. Mai 2026
Nach dem entspannten Pfingstweekend verlassen wir den angenehmen Camping "Schiefer Turm" in Kitzingen. Die Region am Main ist auf jeden Fall eine Reise wert. Schöne Städtchen, attraktive Landschaften und schöne Campings oder Stellplätze, aber einfach nicht während Festtagen oder der Sommersaison...
Wir folgen dem Main bis Ochsenfurt und parken am Stadtrand am Fluss. Es ist extrem heiss heute. Wir spazieren in die hübsche, gepflegte Altstadt und suchen immer die Schattenseite von den Häuser. Wir drehen eine Runde durch den sehenswerten Teil, bevor uns der Hunger in eines der vielen Strassencafés treibt.
Anschliessend schleppen wir uns durch die Hitze zurück zum warmen Camper.
Nach einem Einkaufsstopp bei Edeka, Andi bleibt bei Caja im Camper mit offenen Türen, geht es weiter über Land nach Bad Mergentheim.
Andis ehemaliger Arbeitgeber hatte ein Werk in diesem Ort und daher kennt er dieses Städtchen von geschäftlichen Besuchen. Wir stellen unsern Camper in der Nähe vom Bahnhof unter Bäumen auf einen schattigen Parkplatz.
Danach besichtigen wir das nette Bad Mergentheim mit dem schönen Residenzschloss und dahinter dem grossen Schlossgarten und weiter an der Tauber der Kurpark mit den Heilquellen. Wobei, so weit gehen wir nicht, es ist zu heiss. Wir beenden die Besichtigungsrunde, gehen zurück zum Camper und fahren weiter der Tauber entlang Richtung Rothenburg, dem Ziel von Morgen.
Auf der App haben wir in Röttingen einen Stellplatz entdeckt. Leider stehen dann aber schon ein paar Womos, man könnte auch viele sagen, auf dem Platz. Wir wollen uns nicht dazwischen quetschen oder uns in die Mitte des Kiesplatzes in die Sonne stellen. Daher suchen wir etwas anderes. Gleich in der Nähe gibt es noch einen Stellplatz bei einem Weingut.
Auf dem Areal vom Weinbau Bach hat es noch viele freie Plätze, sogar am Schatten unter Bäumen im Gras und man kann erst noch lokalen Wein degustieren und kaufen. Am Wochenende hatten sie Weinfest und waren Heute den ganzen Tag am Aufräumen.
Die Nacht ist ruhig, ausser das Quaken der Kröten und Frösche an der Tauber.
Nach einem ausgiebigen Morgenessen unter den Bäumen an der Sonne fahren wir später auf der "Romantischen Strasse" weiter, durch die liebliche Landschaft, entlang der Tauber, nach Rothenburg o. d. T.
Es ist sehr heiss, als wir unser Fahrzeug in Rothenburg auf den Parkplatz stellen.
Die mittelalterliche Stadt ist sehr schön und absolut sehenswert. Es hat, trotz der Hitze, viele Touristen von allen Kontinenten in der Stadt. Wir bummeln durch die Gassen mit vielen schönen Häuser und landen auf dem Marktplatz mit dem historischen Rathaus. Alle Touristen schleichen entlang von den Schatten der Gebäude.
Bei der St.-Jakobs-Kirche setzt sich Andi auf ein schattiges Bänkli, während Marianne die Kirche besichtigt. Kurz danach setzt sich noch ein Mann dazu.
Ein Pärchen mit zwei Hunden spaziert vorbei, die Hunde beschnuppern sich und man wechselt ein paar Worte über die Vierbeiner.
Nach der Begegnung fragt der Mann auf dem Bank neben Andi in Englisch, ob er es richtig verstanden habe, die Hunde seien 6, 7 und 11 Jahre alt.
Er ist Amerikaner und kommt von Alaska. Seine Mutter sei Deutsche gewesen, daher verstehe er ein bisschen deutsch. Seine Frau und er seien auf einer Flusskreuzfahrt Rhein - Main - Donau, von Amsterdam nach Budapest.
Caja lässt sich von ihm streicheln. Er hätte zu Hause auch einen Hund und er vermisse ihn.
Dann kommen auch schon wieder, zufälligerweise miteinander, unsere Frauen zurück und man verabschiedet sich kurz danach...
Wir spazieren noch ein wenig durch die Strassen, bis uns der Hunger in ein schattiges Strassenrestaurant treibt.
Erst als wir sitzen und die Karte studieren, merken wir, dass es ein mexikanisches Lokal ist.
Spielt ja keine Rolle, Weissbier haben sie auch und die Tacos schmecken uns.
Nach dem feinen Essen besichtigen wir noch einmal den Marktplatz, danach geht es wieder Richtung Parkplatz. Beim Röderturm besteigen wir über die steile Treppe die Stadtmauer und wandeln im Wehrgang bis zum nächsten Turm, dem Galgentor.
Danach geht es zurück zum Camper und weiter entlang der bayrischen und baden-würtembergischen Grenze südwärts.
In Ellenberg am Haselbachsee entdecken wir den hübsch gelegenen Camping Sonneneck. Wir richten uns ein und geniessen die Sonne und die Ruhe. Am Abend probieren wir das griechische Essen vom Camping-Restaurant.
Da es uns an dem kleinen See gut gefällt, verlängern wir noch einen Tag.
Wir spazieren rund um den See und Andi genehmigt sich noch ein Bad im warmen Wasser. Ein Dauercamper meint, die Wassertemperatur sei 25°C!
Am Freitag, kurz vor dem Mittag, nach einer netten Plauderei mit unseren Campingnachbarn, welche ebenfalls heute abreisen, fahren wir weiter. Es ist immer noch extrem heiss. Bis Heidenheim kurven und schwitzen wir auf der Landstrasse, danach entscheiden wir uns für die Autobahn bis Wangen im Allgäu. Allerdings kühlt der stärkere Fahrtwind auch nicht mehr.
Ganz in der Nähe der Stadt haben wir auf einer App den Camping Röhrenmoos gefunden. Der Platz liegt idyllisch inmitten von Wiesen und Wälder an einem kleinen See. Allerdings ist es auch, mit 48€, die teuerste Übernachtung auf unserer Reise. Neben uns stellt sich ein Pärchen, welches das erste Mal mit ihrem antiken Traktor Baujahr 1956 und Wohnanhänger unterwegs ist. Das Gespann konnten sie vom Grossvater erben. Sie sind aus der Region und am Abend erscheinen noch zwei Töchter, mit dem Roller, zum Übernachten.
Am Samstag fahren wir runter nach Wangen, besichtigen das hübsche Städtchen und gönnen uns zum Abschluss unserer Reise noch etwas Feines zum Mittagessen.
Anschliessend geht es auf, mehr oder weniger, direktem Weg über Lindau und Bregenz nach Hause. Durch Österreich "müssen" wir ab der Autobahn, da wir über 3,5t schwer sind und keine Mautbox haben.
Am Samstagabend sind wir wieder zu Hause.
Die Reise durch Deutschland hat uns sehr gut gefallen. Die schönen Städte, die zum Teil schier unendliche Landschaft, die weiten Felder und die grossen Wälder haben uns imponiert. Die vielen zufälligen Begegnungen mit Deutschen, sie sind direkt aber eigentlich immer freundlich.
Aufgefallen sind uns Rentner, welche über die Regierung und die "faulen" Jungen gejammert haben, die vielen Windräder und Solaranlagen und das riesige Sortiment und die Auswahl an Esswaren in den Einkaufszentren.
Deutschland, wir kommen wieder :-)