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Espana Portugal France - MARIANDIONTOUR

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MARIANDIONTOUR

Espana Portugal France

Reisen
Donnerstag 26. Februar - Freitag 6. März 2026
Am nächsten Morgen ist wieder strahlender Sonnenschein und blauer Himmel. Wir fahren auf der Nebenstrasse AV900 südlich, hoch zum 1514m hohen "Puerto de Navalmoral". Da aber Ávila auch schon auf 1131m liegt, ist der Pass nur eine "leichte" Erhebung.
Auf der anderen Seite biegen wir nach Westen ab und folgen dem Massiv der Sierra de Gredos, welches mit Schnee bedeckt ist und diverse Gipfel um 2500m hoch sind. Die Fahrt über die Hochebene mit dem Panorama der Berge und dazu das schöne Wetter gefällt uns sehr gut. Eigentlich könnte man tolle Wanderungen in der Sierra unternehmen, aber nicht jetzt im Schnee.
Nach einer gemütlichen Fahrt mit schönen Aussichten in die Berge erreichen wir Béjar am westlichen Ende der Gredos Gebirgskette. Ganz in der Nähe befindet sich das Skigebiet "La Covatilla – Sierra de Béjar" auf einer Höhe von 1977 bis 2368m. Allerdings ist der Sessellift, wegen einem Defekt, schon seit längerer Zeit nicht mehr in Betrieb. Die zwei Tellerlifte sollen aber funktionieren...
Wir übernachten auf dem Stellplatz beim ehemaligen Bahnhof von Béjar auf 950m an der Via Verde. Andi und Caja spazieren noch durch den etwa 400m langen Tunnel, welcher unter dem Städtchen hindurch führt.
Am Freitag fahren wir weiter in Richtung der Sierra de Francia. Die Landschaft ist abwechslungsreich, Felder mit Rinder oder Porco Ibericos, Reben, Oliven oder Büsche, immer leicht auf- oder abwärts. Von den schweren Unwetter vor drei Wochen sieht man immer noch, zum Teil überschwemmte Felder und zwischendurch einen umgefallenen Baum, aber so enorme Schäden wie in Portugal haben wir keine mehr gesehen.  
Nach etwa 35km erreichen wir Sotoserrano und den "Parque natural de Las Batuecas-Sierra de Francia". Wir folgen aber linkerhand dem Fluss Alagon bis wir nach knapp 10km wieder von der Region Kastilien und León, in der Extremadura sind. Wir fahren auf der EX-366 in ein Seitental mit den Ortschaften Las Mestas, Cabezo und Ladrillar. Im Sommer 2022 ist, bei Temperaturen um 46°C, praktisch das ganze Tal, einem Waldbrand zum Opfer gefallen. Die drei Ortschaften oder besser Weiler konnten aber scheinbar gerettet werden. Es ist sehr eindrücklich zu sehen, auf den etwa 18km (Luftlinie 10km) bis zum Pass am Ende vom Tal,  wie die Natur langsam wieder zurück kommt. Der hinterste Ort im Tal, Riomalo de Arriba, obwohl auch vom Feuer verschont, wird wahrscheinlich kein Revival mehr erleben.
Oben vom Mirador de Las Carrascas kann man das ganze Tal noch einmal im Überblick bestaunen...
Auf der anderen Seite vom Pass (1129m) beginnt es wieder einmal zu Regnen. Wir fahren in einem Paralleltal wieder runter zum Zusammenfluss der beiden Flüsse. Von dort geht es 3km zurück im ersten Tal nach Las Mestas (474m). Ab da fahren wir in ein anderes Seitental, auf der Nebenstrasse CC-144, wieder über die Grenze nach "Castilla y León" und in den "Parque natural de Las Batuecas-Sierra de Francia". Die Landschaft ist hier sehr gebirgig und urtümlich. Auf der schmalen Strasse geht es steil, über neun Spitzkehren, aufwärts, auf den den Pass El Portillo 1240m.
Nach weiteren drei Kilometer erreichen wir den ruhigen Ort La Alberca auf 1045m mit 1034 Einwohnern, wo es einen Stellplatz gibt und auf dem bleiben wir über Nacht. Wir sind um 17 Uhr der erste Camper auf dem Platz. Am Schluss übernachten wir mit zehn spanischen Womos... :-)
Nach einer ruhigen Nacht in La Alberca haben wir die nächste Bergtour vor uns. Das Wetter ist schön und so fahren wir auf den 1727m hohen "Peña de Francia". Die gut befahrbare Strasse führt auf 11 km rund um den Berg auf den Gipfel. Man hat hier oben eine sensationelle 360° Rundumsicht. Ein paar Bergziegen weiden und lassen sich auch nicht von den aufdringlichen Touris stören. Auf dem Berg befindet sich, eine weit herum sichtbare, Kommunikationsantenne, ein im Moment geschlossenes Restaurant, eine Kirche mit einer schwarzen Madonna und ein Kloster. Und wenn es einmal Schnee hat kommt man nicht bis zum Gipfel hoch.
Nach der tollen Aussicht fahren wir weiter, westwärts, immer leicht abwärts, nach Ciudad Rodrigo.
Die portugisische Grenze ist nur noch ca. 30km entfernt. Wir stellen unseren Camper auf den örtlichen Camping, unterhalb der Stadt am Fluss und geniessen noch ein wenig die Sonne. Die Stadtbesichtigung sparen wir uns für den Sonntag.
Am Sonntag, wiederum bei schönem Wetter spazieren wir hoch zur Altstadt.
Der befestigte Ort, mit einer etwa 2km langen Stadtmauer, liegt auf 650m, leicht erhöht über der Landschaft und hat rund 12'000 Einwohner. Die Altstadt gehört bereits seit 1944 zum nationalen Kulturgut in der Kategorie "Conjunto histórico-artístico", historische Ortskerne oder Plätze, welche eine künstlerische oder geschichtliche Einheit an Bauwerken aufweisen.
Wir durchschreiten, das schmale, antike Stadttor und denken, es sei nur für Fussgänger, aber DENKSTE!!! Kaum stehen wir unter dem Tor und bewundern es, kommt schon das erste Auto mit "angepasster" Geschwindigkeit angebraust... unterdessen kennen wir ja die Formel! Je grösser das Auto, desto schneller fährt man durch die Gassen, im Falle, dass man in einer engeren Stelle ansteht, kommt man mit genug Geschwindigkeit trotzdem durch den Engpass!!! Viele Fahrzeuge haben auch aerodynamische Veränderungen an der Karosserie...
Wie überall in den spanischen Städten und Dörfer wird auch hier bis in den hintersten Winkel mit dem Auto gefahren. Generell sind die Städte scheinbar nur für Fahrzeuge und nicht für Fussgänger ausgelegt. Manchmal gibt es sogar Trottoirs, allerdings nur als Parkflächen für Autos... damit die Strasse frei bleibt!
Wir stören uns in jeder Stadt an den Fahrzeugen, welche unsere Fotos verschandeln... aber wir kennen es ja auch von zu Hause, wo die Bewohner der Dörfer und Städte ihr Auto auch möglichst nahe an ihrem Wohnsitz parken möchten.
Allgemein "fliesst" der Verkehr dynamischer als bei uns. Man stört sich nicht, wenn einer auf der Strasse den Warnblinker stellt und in ein Geschäft geht um etwas zu besorgen, obwohl es jedesmal einen Rückstau gibt! Aber weil es jeder so macht, regt sich niemand darüber auf.
Auch Fahrverbotstafeln sind nur Hinweise, dass man hier, wenn nicht unbedingt notwendig, nicht durchfahren sollte, aber es ist ok wenn man es macht!!! Parkverbotsschilder werden generell ignoriert...
So fertig gelästert, Ciudad Rodrigo ist ein hübsches Städtchen mit vielen schönen Gebäuden und Kirchen. Nach der Stadtbesichtigung setzten wir uns beim Plaza Major in ein Strassencafé und essen Etwas. Leider ist es im Schatten kühler und so sind wir bald wieder auf dem Weg zurück zum Camping, wo wir uns durch die warmen Sonnenstrahlen aufwärmen und den Rest vom Sonntag geniessen und chillen.
Da in den letzten Tage das Wetter schön war und die Vorhersage auch nicht so schlecht aussieht, beschliessen wir, doch noch einmal, Portugal zu bereisen.
Am Montag ist, wie fast meistens an Montagen, Grau- und Schwarzwasser entsorgen und Wasser nachfüllen. Anschliessend wird eingekauft. Es ist uns jetzt schon ein paar Mal aufgefallen, dass speziell am Montag vor dem Mittag, extrem viele Menschen in den Lebensmittelgeschäften sind, eher ältere Leute, ähnlich wie wir...
So wird es Mittag, bis wir in Richtung Portugal los fahren. Es ist bewölkt, aber Portugal empfängt uns mit besserem Wetter, zudem blühen überall die Bäume.
Wir sind auf dem Weg zu Douro, dem Grenzfluss zwischen Spanien und Portugal für ein paar Kilometer. Immer noch auf spanischer Seite besuchen wir den Mirador de Mafeito und bestaunen das erste Mal das Dourotal. Auf dem Rückweg auf der Gravelroad beschliessen wir bei der "Antigua estación de La Fregeneda-Valdenoguera" zu übernachten. Der ehemalige Bahnhof liegt an der Bahnstrecke Porto - Salamanca. Gebaut wurde die Strecke ab 1883 und 1887 in Betrieb genommen. Am 31. Dezember 1984 fuhr dann der letzte Zug und die Strecke wurde still gelegt, weil unterdessen nur noch eine Handvoll Leute die Eisenbahn von Portugal nach Spanien und umgekehrt benutzen.
Ab dem Jahre 2016 wurde die Bahnstrecke zu einem Wanderweg umgebaut und so kann man heute auf dem Camino de Hierro von La Fregeneda-Valdenoguera 17km runter an den Douro nach Vega Terrón an die spanisch portugisische Grenze wandern, durch 19 Tunneln und über 10 Brücken. Kinder sind erlaubt, Hunde nicht...
Der Bahnhof ist sehr abgelegen und so haben wir eine sehr ruhige Nacht. Wir sind nicht ganz alleine, es übernachtet auch noch eine Spanierin mit ihren zwei Hündchen beim alten Bahnhof.
Am nächsten Morgen geht es runter an den Douro und über die Grenze nach Portugal nach Barca d'Alva. Von dort folgen wir etwa 15km flussaufwärts dem Douro bis zum spanischen Kraftwerk und Staudamm von Saucelle. Der Stausee ist randvoll und über zwei Überläufe fliesst Wasser ab. Es ist sehr eindrücklich, wie die Wassermassen 83m über den Staudamm runterdonnern.
Wir fahren wieder auf der portugisischen Seite hoch zum Miradouro de Penedo Durão auf 550m. Man hat einen riesigen Ausblick über den Stausee, nach Spanien, den Douro flussabwärts und die Felswände. Es windet ziemlich stark und über uns kreisen die Geier in den Lüften.
Die Mimosenbäume rund um den Aussichtpunkt blühen wunderschön.
Wir fahren weiter durch die hügelige Landschaft und erreichen irgendwann Torre de Moncorvo, wo es einen Stellplatz haben soll. Es stehen bereits zwei Camper auf dem Platz, was ja auch kein Problem ist.
Es kommt noch ein Engländer, welcher das Gefühl hat, er müsse sich noch zwischen die ersten beiden Camper zwängen... Die alleine reisende deutsche Camperin macht ihn danach darauf aufmerksam, dass die Plätze markiert sind und er sich gefälligst auf ein freies Parkfeld stellen solle!
Wir staunen immer wieder, wie Camper sich direkt neben einen andern Camper stellen können, wenn möglich noch Tür an Tür, obwohl noch andere freie Plätze vorhanden wären...
Am Mittwoch geht es 12km von Torre de Moncorvo runter an den Douro und über den Staudamm do Pocinho. Danach ein Stück weit über hügelige Landschaft, da am Fluss keine direkte Strasse entlang führt.
Bei Pinhão erreichen wir wieder den Douro bei schönstem Sonnenschein. Wir parkieren in dem kleinen Ort, welcher nicht unbedingt sehenswert ist. Aber unten am Fluss an der Uferpromenade findet der Tourismus statt, mit Restaurants und diversen Bootstourenanbieter. Wir spazieren dem Quai entlang und erfreuen uns am schönen Wetter. Das Hochwasser hat hier scheinbar keine Schäden angerichtet. Beim runtergehen hat uns schon ein Herr vor dem Restaurant "Writer's Place" angesprochen, dass sie einen schönen Garten mit toller Aussicht auf den Douro hätten und Hunde willkommen seien. Auf dem Rückweg finden wir, es ist wirklich ein hübsches Lokal und ein netter Mann. Es stellt sich heraus, dass er 18 Jahre in der französisch sprechenden Schweiz, am Neuenburgersee, gelebt hat. Beim Menu auswählen wird uns ein feiner Port offeriert. Wir bestellen die Empfehlung der gesprächigen, freundlichen Chefin, Oliven, Olivenöl mit Brot, danach gegarte Schweinelende, zart wie Pulled Pork mit Gemüse und Kartoffeln. Dazu genehmigen wir uns ein Glas Weisswein. Auch das Dessert war sehr gut.
Nach dem feinen Mittagessen geht es weiter. Ab hier folgt die Strasse dem Douro direkt am Ufer. Ein Stück flussabwärts erreichen wir das Städtchen Peso da Régua. Der Ort ist ebenfalls Anlegestelle der Douro Kreuzfahrten. Wir parken auf dem Stellplatz am Fluss und unternehmen einen Spaziergang. Hier hat das Hochwasser deutliche Spuren an der Uferpromenade und dem Park am Fluss hinterlassen. Der Wasserpegel war mindestens 4m höher als Heute und jetzt ist er immer noch weit über Normalstand. Auch das Bistro am Quai bei der Schiffsanlegestelle stand ziemlich fest im Wasser. Der Ort selber liegt etwas oberhalb, geschützt von hohen Mauern und hat vom Wasser keine Schäden davon getragen. Peso da Régua liegt unterhalb von einem Staudamm, bei welchem während der Regenfälle die Schleusen geöffnet wurden, daher stieg der Pegel viel mehr, als oberhalb bei Pinhão.  
Nächstes Ziel ist Guimarães. Kurz nach Peso da Régua verlassen wir den Douro und durchqueren hügelige Landschaft. Nach ein paar Kilometer kommen wir nach Amarante. Der Himmel ist wieder einmal grau und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Wir können das hübsche, sehenswerte Städtchen, mit etwa 9900 Einwohnern, allerdings ohne Regentropfen besichtigen. Seit 2017 trägt die Stadt die UNESCO-Auszeichnung City of Music.
Danach kurven wir auf der abwechslungsreichen Landstrasse die 35km bis zum Tagesziel nach Guimarães. Den örtlichen Stellplatz finden wir problemlos. Da es kalt und unangenehm feucht ist, verschieben wir die Stadtbesichtigung auf Morgen.
Guimarães war 2012, zusammen mit Maribor, Kulturhauptstadt Europas und hat etwa 55000 Einwohner. Es ist ebenfalls ein sehr schönes Städtchen mit hübschen antiken Gebäuden. Speziell sehenswert ist der "Jardim do Largo República do Brasil", mit seinen farbigen, blühenden Tulpen und den Brunnen. Er reicht von der Kirche "Igreja e Oratórios de Nossa Senhora da Consolação e Santos Passos" bis zum Eingang in die antike Altstadt. Wir drehen eine Runde durch das "Centro Histórico", bestaunen die schönen, zum Teil gekachelten Häuser und die Plätze mit ihren Strassencafés. Im Sommer ist wahrscheinlich viel Betrieb in dieser Stadt.
Nach dem Mittag fahren wir noch auf den Hausberg Penha, zur Kirche "Santuário de Nossa Senhora do Carmo" und den Aussichtspunkt. Eigentlich gibt es einen Sessellift von der Stadt hoch, aber im Moment ist er ausser Betrieb. Revision oder Schäden von den Stürmen...
Die Aussicht auf die Stadt und die nähere Umgebung ist sehr schön.
Nach der Besichtigung der verschiedenen Aussichtspunkten auf dem Penha und der Kirche fahren wir wieder runter und knapp 25km weiter nach Braga auf den Camping, wo wir das Wochenende verbringen werden.
Samstag 7. - Samstag 14. März 2026
Der Camping in Braga liegt etwa 1,5km vom historischen Zentrum. Am Samstag spazieren wir, bei schönstem Wetter, in die Stadt und besichtigen die vielen schönen Plätze, gekachelte Häuser und hübsche Gebäude, grosse und grössere Kirchen und barocke Paläste. Wir dinieren in einem Gartenrestaurant an der Wärme. Es sind viele Menschen unterwegs, bei endlich wieder angenehmem Sonnenschein. Zur Feier des Tages verputzen wir anschliessend noch ein Frappé. Danach schlendern wir wieder zurück zum Camping und geniessen noch den Rest des wunderschönen Tages.
Am Sonntag können wir, zum ersten Mal auf dieser Reise, draussen frühstücken bei wieder angenehmen Temperaturen und Sonnenschein. Anschliessend relaxen wir auf dem Camping an der Sonne, weil wir beschlossen haben, noch eine Nacht länger zu bleiben.
Am Montagmorgen ist der Himmel wieder grau und regnerisch. Wir fahren in die Stadt zum Einkaufen und fahren danach weiter Richtung Meer. Irgendwann kommt uns in den Sinn, dass uns der Rezeptionist vom Camping empfohlen hat, mit dem Fahrzeug die Kirche "Igreja do Bom Jesus" und das "Santuário de Nossa Senhora do Sameiro" auf den Hügeln vis à vis zu besuchen, zu Fuss sei es zu weit. Aber unterdessen sind wir schon zu weit weg und so lassen wir die Sehenswürdigkeiten halt bleiben.
Von Braga fahren wir westwärts und erreichen bei Esposende den Atlantik. Das Wetter ist unterdessen besser aber es windet ziemlich fest. Wir essen etwas mit Blick auf den "Praia de Esposende" und überlegen uns, wo wir übernachten könnten. Dabei entdecken wir einen Waschsalon ganz in der Nähe und da wir unterdessen wieder viel Wäsche zum Waschen haben entscheiden wir spontan, einen Waschnachmittag einzulegen.
Den Waschsalon finden wir problemlos und es sind auch mehrere Maschinen frei. Die professionellen Waschmaschinen haben 11kg oder sogar 18kg Kapazität. Am Display wählt man die Maschine und bezahlt mit Karte. Die Wäsche dauert 25 Minuten und danach folgt noch der 20 minütige Trockenvorgang in einem Tumbler. Wir sind begeistert, wieso haben wir das nicht schon viel früher entdeckt...
Bis jetzt haben wir immer auf Campingplätzen in normalen Maschinen unsere Wäsche gewaschen und getrocknet. Dabei musste man auf andere Camper warten oder Rücksicht nehmen. Und da die Maschinen kleiner sind, mussten wir immer mehrere Trommeln waschen, was einiges länger dauerte und erst noch teurer war...  
Nach der erfolgreichen Stunde im Waschsalon fahren wir auf den unterdessen herausgesuchten Stellplatz in Pedra Alta. Über die Strasse ist die Düne und dahinter der Strand und das Meer. Vom Stellplatz sieht man das Meer.
Wir spazieren noch ein bisschen am Strand. So wie es ausschaut, hat der Sturm den Strand ein wenig verkleinert... Der Wind ist kalt und so sind wir bald wieder im Camper.
Nachdem auf dem Fussballplatz nebenan die Lichter gelöscht haben ist es die ganze Nacht ruhig.
Am nächsten Morgen spazieren wir ein Stück dem Strand entlang. Die Sonne scheint, aber es weht ein frischer Wind. Caja geniesst es, sich im Sand zu wälzen, herum rennen und kläffen. Zum Glück sind wir alleine und stören niemanden.
Nach dem Mittag fahren wir weiter nach Viana do Castelo und parken im Hafen an der Flussmündung vom Lima. Irgendwie sieht die Umgebung nicht so vertrauenswürdig aus. Auf dem vorderen, grossen PW Parkplatz befinden sich "Gorillas", Mittellose, welche dich zu freien Parkplätzen leiten und beim Einparken helfen und dafür eine "Gebühr" einkassieren wollen! Wie sie organisiert sind wissen wir nicht. Ob jeder "seine" Parkplätze auf "eigene Kasse" bewirtschaftet oder ob sie alle am Schluss vom Tag die Einnahmen teilen...
Wir entscheiden uns für den hinteren Parkplatz, wo weniger dicht geparkt wird, auch noch andere Camper stehen und kein "Parkplatzwächter" abkassieren will.
Bei einem Kaffee im Camper haben wir beobachtet, dass es viel Publikumsverkehr von und zu den geparkten Autos hat und keine komischen Gestalten herumlungern. Es stehen noch fünf portugiesische und ein französisches Womo auf dem Platz. Wir haben ein gutes Gefühl, unser Fahrzeug auch hier stehen zu lassen. Unterdessen ist der Himmel bedeckt und es ist kalt. Trotzdem starten wir zur Besichtigung der Stadt. Viana do Castelo hat sehr viele Kirchen, allerdings wie fast überall in Portugal. Das "Centro Histórico" rund um den "Praça da República" mit den antiken Häusern ist sehenswert. Nach einem Apéro in einem windgeschützten Strassencafé, mit Hund darf man in praktisch kein Restaurant, geht es zurück zum Camper.
Wir parkieren Caja im Auto mit dem Auftrag "Camper bewachen" und besuchen im Hafen, 200m neben unserem Stellplatz, das Spitalschiff Gil Eannes, welches heute ein Museum ist. Die Gil Eannes begleitete ab 1955 die portugiesische Kabeljaufischerflotte im Nordatlantik um Neufundland und Grönland und diente als Versorgungsschiff, Eisbrecher und Spital. Die Gil Eannes war lange Zeit medizinisch besser ausgerüstet, mit Röntgenapparat, Operationssaal, Quarantänestation und Medikamenten, als viele Spitäler auf dem Festland in Portugal. Die drei Ärzte und das Pflegepersonal vom Spitalschiff konnten über 70 Patienten aufnehmen, pflegen und betreuen. Das Museum ist sehr gut und anschaulich angelegt. Es ist eindrücklich zu sehen und die Geschichten zu hören, was einerseits die Fischer für harte Arbeit leisteten und andererseits die Infrastruktur und die Organisation auf dem Schiff.
Danach darf Caja, nach einer freudigen Begrüssung, noch auf einen längeren Spaziergang mit ihrem Chef, dass sie nachher wieder alleine im Camper bleiben muss, schnallt sie da natürlich nicht...
Caja's Chefs haben ein indisches Restaurant im Hafenareal entdeckt, welches nun getestet wird.
Das Essen war sehr gut und der Kellner freundlich. Wir waren die einzigen Gäste, welche im hübschen Lokal gegessen haben. Scheinbar liefern sie aber auch aus und haben take away.
Als das Personal im Gespräch beim Bezahlen merkt, dass wir Schweizer sind, möchte einer, spasseshalber, gleich bei uns ein Bankkonto eröffnen: "Alle reichen Inder hätten ein Bankkonto in der Schweiz". Wir lachen, ein Bankkonto eröffnen ist ja eigentlich kein Problem, aber die Einlage...
Danach geht es zurück zum Camper, wo wir einmal mehr überschwänglich begrüsst werden.
Am nächsten Morgen liegt Nebel über der Stadt Viana do Castelo. Eigentlich wollten wir hoch auf den Berg zur "Santuário do Sagrado Coração de Jesus", von wo man einen tollen Blick über die Stadt, den Fluss Lima und den Atlantik hat. Wir lassen es gemütlich angehen, Hundespaziergang, Morgenessen... der Nebel lichtet sich schon ein bisschen. Danach fahren wir über die "Ponte Eiffel", eine doppelstöckige Brücke, Eisenkonstruktion aus dem Hause Eiffel von 1878, mit oben Autostrasse und darunter Eisenbahn. Auf der anderen Flussseite gehts zur offiziellen Camper- und Bootsentsorgung - also nicht in den Fluss!!!
Danach überqueren wir die Eiffelbrücke von der anderen Seite, unterdessen sieht man die Kirche oben auf dem Hügel. Wir fahren durch das Städtchen und auf der anderen Seite den Berg hoch. Die grosse, eindrückliche Kirche liegt 230m über dem Ort und ist eine Wallfahrtskirche. Die Aussicht über Stadt, Hafen, Fluss und Meer ist toll.
Nach dem Besuch geht es wieder runter und weiter an den Strand bei Pião.
In Pião fahren wir direkt an den Strand, an die Praia da Arda. Wir stellen uns auf den Parkplatz hinter den Dünen. Im Sommer sind die zwei grossen Parkplätze wahrscheinlich immer voll besetzt. Jetzt im Frühling sind wir fast alleine. Es steht noch ein Engländer mit seinem Womo in einer Ecke vom PP. Sonst kommen nur ein paar Einheimische vorbei, um am Strand zu Spazieren. Wir unternehmen auch einen Spaziergang über die Dünen an den unendlichen Strand. Das Meer ist unruhig und es brechen grosse Wellen am Strand. Baden ist, auch wegen der Temperaturen, nicht angesagt. Caja geniesst es wieder einmal, sich im Sand zu wälzen und kläffend Runden zu drehen.  
Es kommt uns ein älterer Herr entgegen. Wir wollen Caja zurück rufen aber er winkt ab und meint in deutsch, es ist schon gut, er hätte früher auch Hunde gehabt.
Wir kommen ins Gespräch. Er ist Deutscher, 86 Jahre alt und hat vor etwa vierzig Jahren hier ein Haus gekauft. Damals war Portugal noch das Armenhaus von Europa und keine Traumdestination, aber ab 1986 in der EU. So einen Winter wie dieses Jahr hätten sie nur einmal hier erlebt und da seien sie im Januar für zwei Wochen nach Madeira an die Wärme geflüchtet.
Vor zwei Jahren ist seine Frau gestorben. Er hätte längere Zeit Mühe gehabt mit der Situation, aber unterdessen gehe es ihm wieder besser. Seine Kinder und Grosskinder kommen ihn auch regelmässig besuchen.
Wir wünschen ihm weiterhin alles Gute und bedanken uns für das nette Gespräch.
Später erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang. Danach verbringen wir eine ruhige Nacht.
Am nächsten Morgen, nach Cajarunde, Morgenessen und noch einmal einem Spaziergang am Strand, bei sonnigem Wetter aber immer noch unruhiger See, fahren wir weiter ins hübsche Städtchen Vila Praia de Âncora. Der Ort lebt hauptsächlich von den Sommertouristen. Im Moment sind aber auch viele Wanderer auf dem portugisischen Jakobs-Pilgerweg "Caminho Portuguê" von Porto oder sogar von Lissabon nach Santiago de Compostela unterwegs. Wir staunen ob der vielen Pilgerer, aber es beginnt auch bald die "Semana Santa". Der Weg selber, finden wir, ist nicht sehr attraktiv, da er weite Strecken entlang von Strassen verläuft. Die Ausblicke auf das Meer und die Landschaft sind allerdings, auch aus dem Auto, sehr schön und eindrücklich.
Nach ein paar Kilometer erreichen wir den Río Miño, den Grenzfluss zwischen Portugal und Spanien. An der Flussmündung befindet sich der Camping Orbitur, auf welchem wir schon 2004, auf unserer Reise an die Fussball-EM 2004, Station gemacht haben. Wir besuchten damals am 21. Juni in Coimbra das Spiel Schweiz - Frankreich, welches leider 1:3 verloren ging...
Wir geniessen noch ein wenig die Sonne, kommen ins Gespräch mit andern Schweizern auf dem Camping.
Die netten Solothurner von Holderbank, etwa 20km von uns zu Hause entfernt. Sie sind schon ein bisschen länger unterwegs als wir, aber auch langsam wieder auf dem Rückweg. Vielleicht treffen wir uns ja einmal auf der Tiefmatt...
Es kommen noch zwei grössere Wohnmobile mit Berner Kennzeichen. Einer stellt sich neben uns.
Patrick und Beat sind, jeder für sich, aber zusammen, mit ihren Womos unterwegs. Sie haben eine Reise rund um die iberische Halbinsel gemacht, ähnlich wie wir, aber einfach anders... Sie erreichen ihre Ziele mehrheitlich über Autobahnen und Überlandstrassen und bleiben danach längere Zeit auf guten Campings. Die Reisen von Beat mit seinen beiden Wuffis Shanti und Gino kann man verfolgen - BLUΞFIRΞ ON TOUR.
Am Sonntag regnet es wieder einmal. Die Berner fahren weiter. Wir spazieren am Nachmittag in das nette Städtchen Caminha. Vor 22 Jahren haben wir hier auf dem "Feira Medieval", dem grossen Dorfplatz, mit vielen Einheimischen, den Viertelfinal, das Spiel Portugal gegen England 2:2 n. V., 6:5 im Elfmeterschiessen, auf Grossleinwand mit erlebt... Aber das Wetter ist heute nicht so freundlich. Gartenrestaurant hat auch keines offen, mit unserer vierbeinigen Begleitung dürfen wir ja in kein Restaurant und so bleibt uns nichts anderes übrig, als wieder zurück zum Camping.
Am Samstag verlassen wir Portugal über die Ponte da Amizade, die Freundschaftsbrücke, von Vila Nova de Cerveira (P) nach Tomiño (E) über den Miño-Fluss.
Portugal hat uns sehr gut gefallen. Das Wetter war, für die Jahreszeit, meistens angenehm und in Ordnung. Die Stürme im Februar haben im nördlichen Teil von Portugal weniger Schäden angerichtet, als dass wir beim Besuch bei Edith und Markus im Gebiet südlich vom Douro gesehen und erlebt haben.
Wir werden sicher wieder einmal nach Portugal reisen...
Samstag 14. - Freitag 20. März 2026
Das Wetter ist etwas besser geworden, es regnet nicht mehr, als wir uns im Camping Orbitur in Caminha verabschieden. Eigentlich gäbe es eine Fähre von Caminha über den Grenzfluss Minho nach Spanien, aber im Winter ist der Übergang nicht in Betrieb. Wir überqueren den Fluss  etwa 15km weiter oben über die "Ponte da Amizade", die Freundschaftsbrücke. Auf der spanischen Seite, im Galicien, fahren wir noch ein Stück weiter flussaufwärts, um in unserem "Lieblingsladen" in Spanien, im Mercadona, einkaufen zu können. Tanken ist ebenfalls wieder einmal angesagt. Danke der "Intervention" der USA und Israel im Iran geniessen wir die Dieselpreise... bis jetzt bezahlten wir zwischen € 1.25 und 1.45 pro Liter. Heute kostet es uns € 1.84!!! So rund € 30.- mehr pro Tankfüllung...
Danach geht es wieder flussabwärts zur Mündung und entlang der galizischen Küste nordwärts. Die Strasse führt hier, mehr oder weniger nahe, direkt entlang der rauhen, Atlantikküste. Durch das Schlechte Wetter vom letzten Tag ist das Meer immer noch sehr unruhig.
Auch der Jakobs-Pilgerweg ab Portugal begleitet uns immer wieder, respektive wir sehen Wanderer entlang vom Weg. Wir finden es Schade, dass die Pilgerer einen grossen Teil der Strecke auf der normalen Strasse im Verkehr zurück legen müssen... Aber die wunderschönen, überwältigenden Ausblicke aufs Meer entschädigen für Vieles.
Wir entdecken auf der App "Park4Night" einen coolen Parkplatz bei einem Leuchtturm zum Übernachten. Im Leuchtturm befindet sich auch noch ein Restaurant. Wir parkieren etwas unterhalb und wollen zuerst einmal die Aussicht bestaunen. Aber schon kurz nach dem Aussteigen entdecken wir schwarze, haarige Prozessionsraupen - das Nesselgift in ihren Haaren ist hochgiftig oder sogar tödlich für Hunde, wenn die Schnüffelnasen die Härchen in die Nase bekommen. Wir verlassen den möglichen, eigentlich coolen Übernachtungsplatz.
In Nigrán fahren wir auf den erst vor einer Woche neu eröffneten "Ledicia Camper Park". Der Camping befindet sich auf einem, vollständig mit einer imposanten Steinmauer abgegrenzten, ehemaligen historischen Anwesen aus dem 19. Jh. mit einem Kornspeicher aus dem Jahr 1843. Der Platz ist sehr gut angelegt, man hat eine schöne Sicht runter aufs Meer und die Infrastruktur wurde perfekt umgesetzt. Als Andi vom Abendspaziergang mit Caja zurück kommt, erzählt ihm der Manager, dass sie extreme Auflagen gehabt hätten, wegen dem historischen Hintergrund des Geländes und wegen der Nachbarschaft. Aber unterdessen sei alles ok und sie freuen sich auf den Sommer und hoffentlich viele Gäste.
Er war vor kurzem auf einer Reise durch die Schweiz, von Porto nach Zürich geflogen und besuchte dabei mit einem Mietauto den Rheinfall, Bern, Zermatt, Lausanne, Genf und am Schluss gabs noch einen Abstecher zum Mont Blanc.
Wir geniessen die Zeit auf dem neuen Camping und würden gerne noch ein bisschen länger bleiben, aber wir "müssen" weiter.
Am Sonntag folgen wir, bei Sonnenschein und blauem Himmel, weiter der Küste. Es sind viele Fahrradfahrer und Jogger auf den Strassen unterwegs. Die Spanier sind sehr sportliche, bewegungsfreudige Menschen, aber wahrscheinlich machen sie es nur für ihr Gewissen, weil sie vom Mittag an, am Familientisch oder im Restaurant sitzen und ihre leckeren Fischspezialitäten und all die andern Leckereien verputzen. Eigentlich sind wir aber nur neidisch...
Irgendwann erreichen wir die Halbinsel O Grove und parken auf einem Parkplatz oberhalb von einem Strand und gönnen uns Kaffee und Kuchen. Wir haben eine schöne Aussicht auf die Praia Da Lanzada und beschliessen, dort auf dem Strandparkplatz zu übernachten.
Der Parkplatz ist riesig und sieht aus wie eine Flugzeuglandebahn, bei so vielen freien Parkplätzen hat man die Qual der Wahl...
Nach der erfolgreichen Platzwahl spazieren wir noch ein wenig dem Strand entlang, geniessen die angenehme Sonne, das Rauschen der Wellen vom Meer und Caja den feinen Sand.
Danach geht es zurück zum Camper auf dem geteerten PP. Der Platz ist etwa 500m lang und 50m breit und im Sommer parken hier über 800 Fahrzeuge. Aber heute Abend, nach dem schönen Sonnenuntergang und nach dem die letzten Sonntagsspaziergänger weggefahren sind, sind wir ganz alleine auf dem riesigen Platz.










Am Montag besuchen wir, wieder bei schönstem Wetter, den Hauptort auf der Halbinsel, das nette Städtchen "O Grove". Wir drehen zuerst eine Besichtigungstour mit unserem "Sightseeingmobil" (komisches Wort aber sollte grammatikalisch richtig sein ;-) ).
Anschliessend parken wir, schlendern durch den Hafen und beobachten, wie ein Boot einen Teil seiner Austern auslädt und an Bord werden weiter Austern gereinigt. Einer von den zwei "Ausladern" fragt Marianne, wo her sie komme. Er war auch schon in Aarau... 20km von uns zu Hause. Danach spricht er französisch mit uns. Die Austern, welche sie jetzt ausladen, werden direkt an Kunden verteilt. Der Rest wird noch gereinigt und später verkauft.
Wir schauen noch ein wenig zu. Danach suchen wir ein Restaurant fürs Mittagessen. Eigentlich wollten wir „Mexillón de Galicia“ Miesmuscheln essen, aber leider sind fast keine Restaurants offen und dasjenige, welches wir ausgesucht haben hat keine... Das Essen ist trotzdem gut.
Wir fahren weiter, aber nur ein kurzes Stück, der Küste entlang bis Corvillón. Dort werden wieder einmal Lebensmittel eingekauft. Danach haben wir keine grosse Lust mehr, weit zu fahren und so landen wir ein paar Kilometer weiter auf dem Stellplatz Jalquint bei Vilanova de Arousa.
Der Chef vom Stellplatz erklärt uns freundlicherweise noch ein wenig die Umgebung. Den Park rundherum, den schönen Strand zum Baden, benötigen wir nicht :-) aber das hübsche Städtchen wollen wir Morgen anschauen.
Andi unternimmt mit Caja noch eine Entdeckungsrunde durch den Park und zum Strand und Marianne bereitet einmal mehr ein feines Nachtessen vor.
Am nächsten Morgen spazieren wir, bei Sonnenschein, ins nahe Städtchen Vilanova de Arousa und drehen eine Runde durch das nette Zentrum mit vielen antiken Gebäuden.
Anschliessend fahren wir wieder weiter rund um die Bucht "Ría de Arousa". In Ribeira in der Nähe vom Hafen unter einem schattigen Baum machen wir Mittagspause. Für einen Stadtrundgang haben wir keine Lust, stattdessen fahren wir hoch zum Mirador Pedra da Ra.
Die Aussicht über die Bucht und auf der anderen Seite auf die Dünen von Corrubedo ist toll.
Nach der Fotosession von den Ausblicken und dem markanten Felsen fahren wir weiter auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit.
Wir steuern wieder einmal einen Camping an, in der Nähe bei den Dünen, welche wir Morgen besuchen möchten. Leider geschlossen... Wir fahren noch zum Leuchtturm in der Nähe, vielleicht könnte man ja dort übernachten, aber der befindet sich im Landschaftsschutzgebiet und daher darf man hier nicht übernachten.
In der Nähe entdecken wir auf einer App den "Furna Brava Camper Park" in der Nähe vom Strand. Wir verpassen die richtige Abzweigung und anschliessend leitet uns Googlemaps auf eine brutale Offroadstrecke zum Strand... ein Bauer schaut uns verstört nach "Was wollen den DIE DA?". Als die Gräben langsam tiefer werden und die Äste am Fahrzeug streifen halten wir an und Marianne läuft ein Stück voraus und findet einen Ort wo wir wenden können. Der weitere Weg endet ein Stück weiter am Strand. Googlemaps hat von dort einfach eine Verbindung auf einen anderen Weg gezogen, der vom Camping her auch zum Strand führt!!! Wir finden den "Weg" am nöchsten Morgen bei der Besichtigung vom Strand beim Camping. Es ist ein Holzsteg, welcher durch die Dünenlandschaft führt...
Schliesslich finden wir den Camping und das Tor ist geschlossen. Sch... doch dann öffnet sich doch noch das Tor und der Besitzer schaut raus. Eigentlich sei der Camping geschlossen und er sei am Umbauen aber wir könnten schon bleiben, es gibt einfach keine Infrastruktur... Brauchen wir ja auch nicht und wir sind froh, endlich einen Platz gefunden zu haben. Übrigens, bezahlen dürfen wir soviel wie wir wollen oder auch nichts, es sei ok.
Am nächsten Morgen ist der Himmel bedeckt. Wir fahren gleichwohl zu den Dünen. Im Parque Natural das Dunas de Corrubedo e as Lagoas de Carregal e Vixán spazieren wir auf einem Holzsteg etwa 500m zu der Düne. Caja muss im Camper bleiben, Hunde sind nicht erlaubt. Die Düne ist zwischen 15 und 20m hoch, 250m breit und etwa einen Kilometer lang. Es ist ein schönes Naturschutzgebiet aber man hat nichts verpasst, wenn man die Düne nicht gesehen hat, es gibt imposantere in Europa...
Wir folgen weiter der Küste, bei bedecktem Himmel, nordwärts. Bei Porto do Son biegen wir ab und fahren auf einer schmalen Strasse hoch auf den Monte Enxa. Auf dem Gipfel befindet sich ein Beobachtungsposten der spanischen Seenotsrettungsorganisation. Die Aussicht ist gewaltig, aber es windet heftig und es gibt auch keine Aussichtsplattform, man kann sich nur entlang vom eingezäunte Gelände der Seenotretter bewegen.
Wir fahren auf einem anderen Weg wieder runter ans Meer und umrunden die Bucht "Ría de Muros e Noia", mit immer wieder schönen Blicken aufs Meer.
Bei Lira fahren wir zum Strand, um neben einer Fischfarm zu übernachten. Es werden in über hundert, riesigen Bassins, auf umweltfreundliche Art, Steinbutt und Sohle hergestellt.
Die grosse Anlage befindet sich auf einer Landzunge und wird direkt mit Meerwasser betrieben.
Am Morgen lernen wir noch unseren Nachbarn kennen. Sebastian und seine Freundin, beide aus den Niederlande stehen mit ihrem Wohnwagen ebenfalls auf dem kleinen Parkplatz.
Sie sind erst seit einer Woche unterwegs und wollen nach Galicien auswandern. Im Moment erkunden sie die Umgebung von Lira um etwas in der Gastronomie, Hostellerie oder Camping zu finden. Auf Instagram gibt es Filmchen von seinen Grill- und Kochkünsten am Strand.
Wir verabschieden uns wünschen uns gegenseitig alles Gute und versprechen, wenn wir das nächste Mal in der Region sind, besuchen wir sie.
Weiter geht es der abwechslungsreichen, kurvigen Strasse der Küste entlang. Die Landschaft ist unbeschreiblich schön.
Irgendwann erreichen wir das Ende der "Alten Welt" - das Cap Fisterra. Die Bezeichnung "Ende der Welt" kommt daher, dass man vom Kap her nur die Küste sieht, woher man gekommen ist. Auf die andere Seite sieht man keine Küste mehr, nur das offene Meer...
Der Leuchtturm am Cap Fisterra ist auch die Endstation der Pilgerer auf dem Jakobsweg nach dem Besuch der Kathedrale von Santiago di Compostela. Neben den vielen Wanderer besuchen auch unzählige Touristen diesen speziellen Ort, vor allem an einem Sonntag.
Wir trinken noch etwas auf der Terrasse vom Hotel "El Semáforo de Finisterre" und geniessen die Aussicht und die Sonne.
Da wir nicht mit so vielen Camper, es sind allerdings nur vier, am gleichen Ort übernachten wollen, fahren wir wieder. Aber eigentlich ist ja der extrem schräge Stellplatz schuld...
Wir kurven weiter zum westlichsten Punkt vom spanischen Festland. Unterwegs können wir noch bei einer Tankstelle Entsorgen und teuer tanken, Rekordpreis, bis jetzt € 1.91/l. Das sind genau 70 ct teuerer als bei der günstigsten Tankfüllung im Dezember.
Nach dem Tankstopp und Entsorgung erreichen wir den Faro Touriñán. Auch hier hat es ein paar Touristen, aber noch vor Sonnenuntergang stehen wir alleine beim Leuchtturm. Am Cap Touriñán findet im Frühling und im Herbst für 30 Tage jeweils der letzte Sonnenuntergang vom europäischen Festland statt.

Wir sind leider eine Woche zu früh.
Es windet heftig, aber im Schutz vom Faro steht unser Camper gut. In der Nacht hören wir nur die Brandung weit unter uns. Zum Nachtessen an diesem exponierten Ort kredenzen wir uns ein exklusives Nachtessen - ein Fondue Chinoise.
Es war wieder einmal ein ganz spezieller Übernachtungsplatz, so alleine mit Wind- und Wellengeräuschen und dem Licht vom Leuchtturm am westlichsten Punkt vom spanischen Festland. Der westlichste Punkt vom europäischen Festland ist das Cabo da Roca weiter südlich in Portugal westlich von Lissabon.
Am Freitag folgen wir weiter der schönen Landschaft entlang der Küste. Es ist schwer zu beschreiben, aber man fühlt sich wie in der Bretagne oder entlang der irischen Küste. Auch das Wetter passt, mal bedeckt, mal sonnig und immer windig.
In Camelle machen wir Mittag, picknicken im Camper und spazieren anschliessend noch ein wenig, zur grossen Freude von Caja, dem Sandstrand entlang.
Es geht weiter, nicht mehr direkt der Küste entlang und irgend einmal erreichen wir das Hafenstädtchen Malpica.
Wir parken im Hafen und besichtigen das Städtchen. Eigentlich könnte man im Hafen übernachten und in einem guten Restaurant etwas essen. Am Speiselokal scheitert es. Auch im Googlemaps finden wir kein Restaurant, welches nicht nur eine Hafenspelunke ist und auch noch geöffnet hat.
Wir fahren weiter und finden etwas weiter hoch über den Klippen einen tollen Übernachtungsplatz. Unten am Meer auf den Felsen sind zwei Fischer lebensgefährlich am Fischen. Vor dem Eindunkeln verabschieden sie sich und wir sind nun ganz alleine mit der tollen Aussicht und hören wieder nur das Meer.
Ein Bach mündet hier steil ins Meer und entlang vom Bachlauf sind fünf Mühlen. An diesem abgelegenen Ort wurde früher gemahlen. Solche Mühlen an einem Bachlauf an der steilen Küste findet man in dieser Region von Galizien öfters.
Wir haben einmal mehr eine ruhige, entspannte, einsame Nacht an einem weiteren wunderschönen Ort hoch über dem Atlantik...
Samstag 21. - Mittwoch 25. März 2026
Nach der ruhigen Nacht am nördlichen Ende der Costa da Morte, hoch über dem Meer, fahren wir mehr oder weniger auf direktem Weg nach A Coruña. Wir haben entdeckt, dass man in der Marina, im Yachthafen von Coruña mit dem Camper übernachten kann. Bei der Fahrt zum Hafen machen wir bereits eine erste "Besichtigungstour" quer durch die Stadt, welche auf einer Halbinsel liegt. Der Yachthafen liegt am östlichen Ende der Altstadt, perfekt für die Erkundung zu Fuss. Wir werden freundlich empfangen und es wird alles erklärt, auch darf man die sanitären Anlagen der Marina benutzen, sogar Strom ist inklusive. Wir richten uns ein und begeben uns anschliessend ins Getümmel.
Wir bummeln durch A Coruña. Entlang vom Hafenquai mit der schönen Häuserfront dahinter, kalenderbildmässig schön.
Im Hafen liegen zwei grosse Kreuzfahrtschiffe, die AIDAluna mit 2076 Gästen und davor die "Sky Princess", des britisch-amerikanischen Kreuzfahrtunternehmens Princess Cruises mit 3660 Passagieren. Dementsprechend tummeln sich viele deutsch und englisch sprechende Touristen rund um den Hafen...
Wir spazieren weiter zum "Obelisco", welcher vor der Spiegelfassade eines Bankgebäude ein wenig verloren wirkt. Quer durch die Altstadt an die "Playa del Orzán", wo Surfer mit den Wellen spielen und die Badkleidfraktion bereits im Sand am Sonne erhaschen ist. Ein paar Mutige wagen sogar ein Bad im Atlantik...
Wir streifen weiter durch die Gässchen mit vielen Bars und Restaurants zur "Praza do Humor" und danach zur "Praza de María Pita", dem schönen, grossen Platz vor dem Rathaus, mit vielen Strassencafés. Wir setzten uns, weil es an der Sonne schon recht warm ist, auf der schattigen Seite vom Platz in ein Café. Zum "Glück" werden wir aber lange nicht bedient, so können wir wieder gehen und uns doch auf der sonnigen Seite einen Platz für einen Apéro suchen.
Danach geht es zurück in den Hafen. Dort läuft gerade die Sky Princess mit lautem Gehorne aus.
Am Abend besuchen wir das Restaurant "Comarea marina" im Yachtclub. Das Lokal ist im ersten Stock und man hat eine schöne Aussicht auf den Hafen.
Der junge Kellner, wahrscheinlich Azubi, erzählt uns in Spanisch die ganze Speisekarte und die Spezialitäten vom heutigen Abend, bis wir uns bemerkbar machen können und ihm erklären, dass wir kein Wort verstanden hätten.
Danach bringt er eine Speisekarte in englisch und zwei Weinkarten!
Wir bestellen eine Vorspeisen mit Pulpo und eine mit Calamares und als Hauptgang zwei verschiedene Arten Jakobsmuscheln. Der Chefkellner, welcher bei der Bestellungsaufnahme dabei ist, meint, dass sie die Hauptspeise als Vorspeise und die Vorspeise als Hauptgang servieren werden. Wir staunen ein wenig aber ok.
Bei der Weinwahl kommt der Juniorkellner zwei Mal zurück mit der Mitteilung: "diesen Wein hätten sie im Moment nicht vorrätig".
Während wir auf das Essen warten, verabschiedet sich das AIDA Kreuzfahrtschiff mit einem Lichtspektakel aus dem Hafen.
Die Jakobsmuscheln sind sehr gut und die "Vorspeisen" als Hauptgang sind grosse Portionen. Wahrscheinlich bestellen die Spanier eine Vorspeise für zwei Personen. Es wäre daher wirklich schade gewesen, in der richtigen Reihenfolge zu essen.
Nach dem feinen Dessert, bestellt nach den unkonventionellen englischen Erklärung des Jünglings gehen wir zurück zum Camper.
Am Sonntag schlafen wir aus. Eigentlich wollten wir zwei Nächte bleiben, aber spontan beschliessen wir doch schon heute weiter zu fahren.
Mit unserem Sprinter machen wir noch eine Sightseeingtour durch A Coruña. Wir folgen der breiten Küstenstrasse nordwärts und parkieren beim imposanten "Torre de Hércules", dem älteste noch funktionierende Leuchtturm der Welt. Es sind viele Menschen bei dem schönen Wetter unterwegs. Oben beim Leuchtturm bläst zwar ein starker, kalter Wind, aber unterhalb im Park ist es angenehm.
Nach dem Besuch des Faro fahren wir weiter der Küste entlang, vorbei am Domus, dem speziellen Gebäude des Museo Nacional de Ciencia e Tecnología, den beiden Stadtstränden, der Praia de Orzán und der Praia de Riazor und dem "Estadio ABANCA-RIAZOR" vom RC Deportivo A Coruña und weiter zum Miradoiro Fiestra ao Atlántico.
Danach drehen wir noch eine Runde durch das Neubauquartier "Os Rosales", welches ab 1993 gebaut wurde und vollkommen oval angelegt ist.

Bildausschnitt aus Googlemaps
Danach suchen wir den Ausgang aus der Stadt, in die richtige Richtung, für unsere Weiterreise.
A Coruña hat uns sehr gut gefallen. Es ist eine übersichtliche Stadt, mit einem interessanten Zentrum, in einer angenehmen Grösse und fast rundherum Wasser.
Wir fahren weiter mehr oder weniger der Küste entlang. Heute Sonntags sind alle Einheimischen unterwegs, entweder auf dem Weg zum Restaurant, an den Strand oder irgendwo hin zum Flanieren.
Wir umfahren die Hafenstadt Ferrol, welche uns von weitem nicht so einen attraktiven Eindruck macht und fahren weiter nördlich in Valdoviño an den Strand. Der Ort ist im Sommer bei Badetouristen und Surfern beliebt.
Daneben befindet sich, hinter einer Düne, das Natur- und Vogelschutzgebiet der Lagune von Frouxeira.
Wir parken auf dem Strandparkplatz und beschliessen hier zu übernachten. In den Sommermonaten sind weiterhinten, im Feld, ein paar Parkplätze für Womos vorgesehen. Auch hier sind viele Sonntagstouristen an der "Praia Da Frouxeira Ou de Valdoviño" am flanieren.
Wenn die Tagestouristen abgefahren sind, können wir uns richtig platzieren für die Nacht. Wir spazieren auch noch ein wenig dem Strand entlang und geniessen die Sonne und den frischen Wind. Es hat relativ hohe Wellen und es badet niemand.
Nach dem Sonnenuntergang sind wir alleine auf dem Platz. Die Nacht ist ruhig und am nächsten Morgen lacht uns wieder die Sonne an.
Am Morgen fahren wir noch kurz auf die Landspitze zum Faro de Punta Frouxeira, einem speziellen Leuchtturm.
Auf dem Weg zum Cap stellen wir fest, anhand der Parolen und Sprayereien "No Camper", am Weg, dass Camper hier nicht so sehr erwünscht sind. Wahrscheinlich fällt im Sommer die "Womo-Kommune" regelrecht über die Landzunge her... Die Gemeinde könnte aber auch Plätze zur Verfügung stellen und eine Abgabe verlangen.
Rund um den Leuchtturm befinden sich ehemalige militärische Tunnels für Geschütze und Bunker. Die Landzunge war scheinbar strategisch wichtig.   
Unser nächstes Ziel ist das Kap Ortegal. Wir fahren ein paar Kilometer bis nach Cedeira. Von dort folgen wir der "Routa dos Miradoiros", einer Strasse über die "Serra da Capelada", entlang der höchsten Küste von Galicien, mit dem höchsten Punkt auf 620m.
Allerdings, zwischendurch verpassen wir irgendwo eine Abzweigung und stehen plötzlich in einer Sackgasse. Aber Googlemaps kennt eine Abkürzung zum ersten Mirador... zum Glück sind wir schlank und wendig. Jedenfalls kommen wir nach zwei- drei Kilometer wieder auf die richtige Strasse.
Nach Norden, zum Meer hin fällt das Gebirge in einer schroffen, felsigen Steilküste ab. Richtung Süden dominieren mehr Grasweiden mit Kühen und Pferden. Dazwischen Eukalyptusbäume und Wälder.
Die verschiedenen Aussichtspunkte auf dem 20km langen Bergrücken sind sehr schön, auf die wilde Küste und die bergige Landschaft und die Windkraft.
Beim Ausblick "Garita de Herbeira" sieht man auf 40 Windrädern in Reih und Glied. Über den ganzen Bergrücken sind über 100 Windräder aufgestellt.
Wir wollen beim Faro Ortegal übernachten, aber zuerst müssen wir noch vom Berg runter ans Meer in den Ort Cariño zum Entleeren. Danach kurven wir wieder hoch zum Leuchtturm am Kap Ortegal auf einem Felsvorsprung hoch über dem Meer auf 124m. Das Leuchtfeuer ist 18 Seemeilen (33km) weit zu sehen.
Wir parkieren am fast senkrechten Felsen beim Parkplatz direkt am Abgrund zum Meer und steigen aus zur Besichtigung des Faro. Es windet extrem. Wir tapen Caja die Ohren an den Kopf :-)
Die Sonne scheint aber der Wind... wir haben Angst, dass es uns beim fötelen die Handys aus der Hand bläst.
Wir beschliessen, nicht beim Leuchtturm zu übernachten. Die Lage wäre sensationell, aber der Wind weht im Moment brutal.
Im Park4Night-App haben wir einen Offroad-Stellplatz etwas oberhalb gesehen. Wir fahren den Feldweg hoch, zwischen durch ein bisschen steil, aber eigentlich kein Problem für unser Fahrzeug.
Wir kommen wieder auf Bergweiden und sehen zwei Plätze, welche geeignet wären, aber es grasen Pferde.
Unser Schosshündchen "liebt" Pferde... zudem bemerken wir, auf Karte und GPS, dass wir uns in einem Schutzgebiet befinden und hier eigentlich nicht übernachten dürfen!  
Wir fahren weiter, der Weg führt ein Stück bergab und anschliessend steil aufwärts mit einem Graben quer über den Weg. Das "Bachbett" besteht aus lockerem Kies und prompt bleiben wir stecken, respektive spulen wir.  
Noch einmal retour und über die grösseren Steine anfahren und so schaffen wir es. Der restliche Weg ist wieder kein Problem aber wir wissen immer noch nicht, wo übernachten. Bei den Windräder wäre auch noch eine Variante, aber es windet ja so stakt...
Wir fahren wieder runter ans Meer und entscheiden uns für einen ruhigen Parkplatz bei einer "Waldhütte" an einem Bach. Nachdem die letzten Hündeler nach dem Sonnenuntergang ihren Rundgang beendet haben, stehen wir alleine auf dem Kiesplatz und haben eine ruhige Nacht.


Am nächsten Tag wollen wir zum nördlichsten Punkt vom spanischen Festland. Leider ist der Faro Da Estaca nicht signalisiert und so fahren wir noch ein paar Kilometer, bis wir es merken, dass wir schon vorbei sind.
Allerdings ist der "Punto más septentrional de España" im nachhinein auch nicht so speziell sehenswert. Eine Landzunge wie wir schon ein paar spektakulärere gesehen haben. Wenigstens ist das Wetter schön, sonnig aber windig. Nach den obligaten Fotos fahren wir wieder weiter.
Wir umkurven die Bucht "Ría de Viveiro" und fahren nach Morás, wo früher eine ehemalige Walfangstation gewesen war. Gebäude sind alle entfernt worden aber es stehen noch vier Informationstafeln, wo die ganze traurige Geschichte aufgearbeitet wird. Der industrielle Walfang wurde, unter japanischer Anleitung, nur von 1965 - 1977 betrieben, aber leider gleichwohl 12 Jahre zu lange.
Ein paar Meter weiter ist der "Parque de Fabricación de Dolos". Hier wurden von 1976 - 1979 riesige Betonblöcke gegossen. 18'000 Dolosse mit einem Gewicht von jeweils 50 Tonnen, welche als Wellenbrecher für den Hafen des Aluminium-Werkes produziert wurden. Die Dolos sind mit ihrer Grösse sehr eindrücklich.
Allerdings ist der Bauxitabbau hinten am Berg, mit dem grossen Staudamm mit der Lauge, wo das Bauxit von der Tonerde getrennt wird und das Aluminiumwerk wahrscheinlich nicht so umweltfreundlich...
Wir spazieren noch zum Cabo de Morás und bestaunen das wilde Meer. Eigentlich hätte es hier schöne Plätze zum Freistehen, aber wir haben das Gefühl, vom Aluminiumwerk oder vom Staudamm her stinkt es...
Daher geht es zum Übernachten auf den Stellplatz vom etwas weiter entfernten, hübschen Fischerstädtchen San Cibrao, in der gleichen Bucht in Sichtweite vom Aluminiumwerk und dem Hafen.
Die elf Stellplätze sind bald besetzt. Die Womogrössen sind von klein bis gross und die Kundschaft ist international, drei Spanier, drei Deutsche, zwei Franzosen, ein Holländer, ein Engländer und wir!
Am nächsten Morgen ist es wieder einmal bedeckt und leicht regnerisch. Wir spazieren trotzdem durch das sehenswerte Städtchen zum Leuchtturm. Dort windet es wieder einmal recht stark. Auf der Aussichtsplattform wird man fast weggeblasen. Caja ist zum Glück im Windschutz.
Danach folgen wir noch der restlichen, abwechslungsreichen, schönen Küste von Galicien mit einem Besuch der "Praia das Catedrais", der Miniaturausgabe der "Great Ocean Road" in Australien. Aber die imposanten Felsformationen der "Las Catedrales" sind sehr sehenswert, vor allem bei Ebbe, wenn man vom Strand her die Felsformationen und Höhlen entdecken kann. Leider kommt gerade die Flut und so gibt es nur eine kurze Strandbegehung. Ein Mann nimmt sein Kind unter den Arm und rennt um den Felsen zurück. Die letzten zwei Schritte werden gleichwohl nass :-)
Im Sommer muss es hier wimmeln von Touristen und scheinbar muss man den Besuch vorbuchen...
Wir fahren weiter nach Ribadeo, der letzten oder ersten Hafenstadt Galiciens an der Mündung vom Grenzfluss Rio Eo zu Asturien. Wir parken im Yachthafen zum Übernachten mit drei deutschen Camper. Eigentlich wollten wir in einem Restaurant im Hafen essen, aber leider wegen zu geschlossen... So spazieren wir halt die steile Gasse vom Hafen hoch ins sehenswerte Städtchen. Im originellen Restaurante "Pulpería Casa Villaronta" verspeisen wir, was im Namen vom Lokal steht. Das Essen ist sehr gut und die Bedienung freundlich und nett. Wir geniessen einen angenehmen Abend, ohne unseren Vierbeiner, welcher Camperwache gefasst hat.
Am Morgen, bei leicht bedecktem Himmel verlassen wir Galicien.
Galicien ist landschaftlich eine sehr interessante Gegend, man kann sich nicht satt sehen. Die eindrücklichen Felsküsten, das wilde Meer, die exponierten Leuchttürme und auch das wechselnde Wetter gehört dazu, es ist einfach unbeschreiblich schön. Im Moment ist alles grün und die Obstbäume blühen.
Auch die Dörfer sind anders als in Spanien. Die meisten Häuser sind hübsch und gepflegt. Es ist sauber und es liegt kein Abfall herum.
In ganz Galicien sieht man viele der typischen, traditionellen Getreidespeicher, genannt Hórreos. Sie sind rechteckig und aus Stein. Die Meisten werden heute kaum mehr für ihren ursprünglichen Zweck verwendet, aber sie werden gepflegt und erhalten als Kulturgut und als touristische Attraktion. Wir haben gehört, dass jede Familie stolz auf ihren Hórreo ist.
In Asturien, wo sie ebenfalls vorkommen, sind sie grösser, meistens quadratisch und eher aus Holz.
Galicien ist definitiv eine Reise wert, uns hat es sehr gut gefallen. Da es viel windet wechselt es von eventuellem Regen bald wieder zu Sonnenschein.  
Donnerstag 26. März - Samstag 4. April 2026
Wir überqueren bei Ribadeo auf der Autobahnbrücke den Grenzfluss Eo, über die Ría de Ribadeo.
Eine Ría ist eine fluvial geprägte Ingressionsküste altgefalteter Landschaften... Genau! ( siehe Wikipedia - Ría)
Auf jeden Fall sind wir nachher in Asturien.
Wir verlassen die Autobahn und fahren auf der Landstrasse der Küste entlang. Wir besuchen die hübschen Hafenstädtchen "Puerto de Vega" und "Lluarca".
Danach geht es auf der sehr kurvenreichen N-632 durch die hügelige Küstenlandschaft. Das Meer sieht man allerdings nur zwischendurch in der Ferne. Nach den unzähligen Kurven, man hätte auch die Autobahn nehmen können, erreichen wir Cudillero, eines von den "Los pueblos más bonitos de España", die schönsten Dörfer Spaniens.
Auf dem Parkplatz hinter der Hafenmauer, bei stürmischer See wird man nass, übernachten wir. Die Dachluken bleiben heute geschlossen.
Am nächsten Morgen, der Camper blieb trocken, spazieren wir in den gepflegten Ort und besichtigen das sehr touristische, aber malerische Städtchen. Überall laufen Vorbereitungen und Renovierungen für die "Semana Santa", die Osterwoche. Scheinbar werden viele Gäste erwartet. Für uns geht es aber weiter.
Als nächstes besuchen wir das hübsche Städtchen San Esteban de Pravia an der Mündung vom Rio Nalon, mit den restaurierten Hafenkränen und den vielen schönen Häuser, Kaffees und Bars. Der ehemalige Hochseehafen war der wichtigste Umladeplatz für spanische Kohle von der Bahn aufs Schiff. Der Hafen als Ganzes wurde als historisch, industriell interessant erklärt und gilt als wesentlicher Bestandteil der Geschichte des Kohlebergbaus in Asturien.
Um die Grossstadt Gijón zu umfahren und wieder ein bisschen vorwärts zu kommen, entscheiden wir uns für die Autobahn. Beim nächsten Autobahnkreuz nach Gijón erwischen wir die falsche Überführung und fahren 11 km südlich in die "falsche" Richtung. Allerdings wollten wir ja sowieso in die Berge, in den Nationalpark "Picos de Europa". So sind wir halt ein bisschen früher abgebogen und fahren hinter den Sierra de Ques entlang. Im breiten Tal befinden sich viele Obstplantagen und es wird Sidra, Apfelwein produziert, der Haupteinnahmequelle der Region. 2024 wurde die „Asturische Sidrakultur“ von der UNESCO in die "Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit" aufgenommen.
Ausserhalb vom Städtchen Nava übernachten wir ganz alleine auf dem lokalen Stellplatz. Schon bei der Ankunft stellen wir fest, dass aufgemotzte, lärmige Sportwagen die Strasse rauf und runter fahren.
Andi findet heraus, dass am Samstag in Nava ein Lauf der asturischen Rallymeisterschaft, das "Rally de la Sidra 2026" stattfindet. Der erste Wertungslauf befindet sich etwas oberhalb vom Ort, an der Strasse, welche am Stellplatz vorbei führt und so können wir am Morgen alle über 60 Autos "geniessen", welche zum Start fahren. Wir vermuten, dass nicht die lautesten Boliden auch die schnellsten sind...
Leider wechselt das Wetter auf regnerisch. Wir fahren weiter und erreichen nach ca. 40km, Cangas de Onís, einen touristischen Ausgangsort zu den Picos de Europa. Trotz des schlechten Wetters sieht man Feriengäste mit Skis und viele in Wanderausrüstungen. Da die Berge im Nebel versteckt sind und die Luft nass ist, man könnte auch Regen sagen... kurven wir weiter durch das Tal. Nach weiteren 30 Minuten sind wir in Las Arenas, einem weiteren Hotspot der Picos. Man fühlt sich wie in einem Ferienort in den Schweizer Alpen, ist aber "nur" 150 m über Meer und rund herum grüssen die Berge.
Eigentlich wollten wir noch eine Runde durch die "Picos de Europa" drehen aber bei diesem Wetter macht es definitiv keinen Sinn. Die Picos bleiben auf unserer "to-do-Liste".
Wir folgen dem Río Cares und später dem Río Deva, dem Grenzfluss zwischen Asturien und Kantabrien, wieder bis ans Meer.
Unser nächstes Ziel ist die Villa "El Capricho de Gaudí" in Comillas.
Das Wetter ist regnerisch und es weht ein starker Wind. Wir entscheiden uns für einen Stellplatz bei Comillas und bleiben zwei Nächte.
Am Sonntag werden wir die bekannte Villa vom berühmten katalanischen Architekten Gaudí und den Ort besuchen.
Die Villa Quijano, das Sommerhaus mit den Fliesen mit Sonnenblumenmuster, ist sehr sehenswert und ist auf jeden Fall ein Besuch wert. Es ist eines von wenigen Bauwerken des Künstlers ausserhalb von Katalonien.
Die ausführliche Beschreibung über das schöne Bauwerk kann über die zwei links

Anschliessend besichtigen wir das hübsche Städtchen Comillas und essen eine lokale Spezialität...
welche wir jetzt nicht weiter erklären möchten!
Am Montag geht es weiter. Unterdessen sind wir wirklich auf dem Heimweg. Nach dem Einkauf und dem teuren Tanken 1.84 € nehmen wir die Autobahn weiter durch Kantabrien. Kurz vor Bilbao, im Baskenland, wird die Autobahn mautpflichtig und so durchqueren wir halt die Stadt, machen ein wenig "Sightseeing" und kurven anschliessend auf der Landstrasse weiter bis nach Zumaia zum Übernachten. Wir kennen den Camping von einer früheren Reise. Eigentlich wollten wir im Campingrestaurant Nachtessen, aber leider ist es in dieser Jahreszeit geschlossen.
Am nächsten Morgen folgen wir weiter der felsigen Küste mit den tollen Ausblicken auf das wellige, wilde Meer.
Auch in Donostia-San Sebastián durchqueren wir die schöne Stadt. Allerdings ist hier die interessante Passage entlang von den zwei Stadtstränden nur für einheimische Autokennzeichen erlaubt!
Weiter geht es bei bedecktem Himmel und leichtem Regen Richtung Frankreich. Bei Irun wird noch einmal "günstig" Diesel nachgefüllt 1.74 €!!!
Kurz danach überqueren wir die Grenze zu Frankreich.
Auf der Landstrasse fahren wir über Saint-Jean-de-Luz, Bayonne nach Dax. Dax ist der zweitgrösste Kurort Frankreichs und bekannt für warme Schlammbäder...
Im Nachbarort, in Yzosse finden wir einen Camping. Der nette, gesprächige Besitzer erzählt uns ein paar Geschichten über Politik und Wirtschaft und dass von seinem verdienten Geld über 60% beim Staat landen... Danach zeigt er uns noch die Infrastruktur vom Platz.
Beim Bezahlen - bar oder mit Karte? Wir entscheiden Karte - macht 15 €
Marianne fragt nach, was es den bei Barzahlung koste?
10 € ... wir bezahlen bar aber ohne Quittung...
Am nächsten Tag geht es weiter nordwärts, Richtung Bordeaux, zum "Bassin d' Arcachon", nach Gujan-Mestras, der Austernzuchthauptstadt der Arcachon-Bucht. Wir besuchen den "Port de Larros" und spazieren durch die Esplanade des Ostreiculteurs, die Promenade der Austernzüchter.
Aber es weht ein unangenehmer, kühler Wind und so sind wir bald an der Verköstigung der Huitres in einer der "Hütten". Im Restaurant "La Baraque à Huîtres" degustieren wir die feinen Austern.
Das Maison de l'Huitre, ein Austernmuseum, besuchen wir nur kurz.
Auf dem Rückweg zum Auto erklärt uns in einer Hütte eine Frau wie die Austern geerntet, gereinigt und sortiert werden und dass die Muscheln je nach Grösse bis zu vier Jahre alt sind.
Wir bedanken uns für die ausführlichen Erklärungen. Sie möchte noch wissen, woher wir kommen und wie wir reisen. Als sie hört, dass wir bereits seit vier Monaten mit dem Camper unterwegs sind, ist sie voll begeistert...
Danach fahren wir weiter, umfahren Bordeaux und übernachten auf dem Aire camping cars le Grain, nördlich der Stadt.
In den drei folgenden Tagen durchqueren wir „La Grande Nation“ mit Übernachtungsstopps in Saint-Laurent, mitten in Frankreich und Sermesse im Burgund. Die Fahrt ist abwechslungsreich und überall blühen Bäume und Felder.
Nach 125 Tagen und 9'675 km kommen wir wieder unfallfrei zu Hause an.
Es war eine interessante Reise, leider mit viel Regen.
Wir entdeckten sehr eindrückliche Landschaften, schöne Städte und spektakuläre Küsten.
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