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France Andorra - MARIANDIONTOUR

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MARIANDIONTOUR

France Andorra

Reisen
Montag 1. bis Freitag 12. Dezember 2025
Unsere diesjährige Überwinterungstour planen wir durch Südfrankreich nach Spanien und Portugal.  Im Januar und anfangs Februar wollen wir Andalusien erkunden und danach fünf oder sechs Wochen durch Portugal kurven.
Einziger gebuchter Aufenthalt ist über Weihnachten in Cambrils.
Am Montagmorgen früh, kurz vor dem Mittag starten wir in Rothrist, bei kaltem, unangenehmen Wetter unser Abenteuer. Auf der Autobahn fahren wir über Bern, Lausanne und Genf nach Frankreich, bis nach Le Bourget du Lac, auf den Stellplatz am See. Hier haben wir schon ein paar Mal im Winter übernachtet, aber es hat jedes Mal mehr Womos auf diesem Platz... Auch die Gemeinde Le Bourget baut die ganze Umgebung am See um auf autofrei und somit attraktiver für Sommertouristen.  
Wir spazieren noch ein wenig dem See entlang und bestaunen den schönen Sonnenuntergang, "geniessen" die Kälte und die Sicht auf die Schneeberge.
Beim Kochen und beim anschliessenden Abwaschen funktioniert die Wasserpumpe nicht mehr richtig, das heisst, Andi muss sie mit sanfter Gewalt, dem Gummihammer, leicht "berühren"... danach funktioniert es wieder ein paar Mal... Wir hatten das Problem bereits letzten Frühling auf der Heimreise von unserer letzten Winterreise. Andi hatte im Sommer das Wassersystem und bei der Druckpumpe den Filter gereinigt und den Druck an der Pumpe erhöht und danach lief alles wieder korrekt...
Am nächsten Morgen geht es weiter auf der Landstrasse via Chambery nach Voiron und von dort wieder auf der Autoroute über Valance bis nach Avignon. Normalerweise meiden wir die Autobahn, aber dieses Mal wollen wir möglichst rasch wärmere Gefilde erreichen. Wir stellen unseren Camper in Avignon auf den Camping Bagatelle, an der Rhone kurz unter der "sur le pont...". Auf dem ganzen Weg war das Wetter wechselhaft. Hier in Avignon beginnt es am Abend zu regnen und so verzichten wir auf einen Besuch der Stadt. Marianne kocht wieder einmal ein feines Nachtessen. Beim Abwaschen regt sie sich über das nicht funktionierende Wasser auf, Andi sieht es gelassener - Probleme sind da, um gelöst zu werden... Später beim Schlafen merken wir, dass beim Dachfenster über dem Bett Wasser herunter tropft! Bei unserer Analyse des Problems stellen wir fest, dass es nicht an der Dachluke liegen kann, weil zu Hause hatten wir den ganzen Sommer keinen Wassereintritt... und es hat oft stark geregnet!!! Aber zu Hause steht das Fahrzeug nicht so gerade... Zum Glück lässt der Regen bald nach.
Am nächsten Morgen beschliessen wir, da die Wettervorhersage für die nächsten Tage Regen ansagt und unsere lieben Freunde Heike und Rudi uns zu einem Besuch eingeladen haben, spontan die 200km nach Cavalaire sur Mer zu fahren.
Auf dem ganzen Weg durch die Provence wechseln sich Regen und weniger Regen ab! Am Meer ist es danach etwas trockener. Es ist schön, Heike und Rudi wieder einmal zu sehen, wir kennen uns von Australien und waren gemeinsam vor zwei Jahren in Marokko. Bei Kaffee, Tee und Kuchen plaudern wir. Am Abend fahren wir nach Cogolin zum Nachtessen und anschliessend schauen wir ihre und unsere Videos von Marokko an und tauschen Erinnerungen aus.
In der Nacht beginnt es wieder zu regnen und unsere Bettdecken im Camper sind bald wieder nass...
Am Morgen beim Frühstück und wieder schönem Wetter wird unser Problem ausführlich diskutiert und nach Lösungen sinniert. Auch die Wasserpumpe wird zum Thema und Rudi meint, er hätte im Sixfoot (so heisst ihr Camper) noch eine in Reserve, vielleicht passt sie ja.
Mit der Leiter von Rudi klettert Andi auf das Dach vom Camper und stellt fest, dass alle Fugen um die drei Dachluken dicht ausschauen. Auch bei den Kabeleinführungen der Solarpanels sieht man optisch keine Mängel.
ABER! Hinten in der Mitte hat es einen Zapfen für eine Durchführung für irgendetwas (Kühlaggregat, Drehlicht, wir wissen es nicht...) an welchem die Dichtungsfuge einen Riss vorne in Fahrtrichtung hat. Zu Hause steht unser Camper geneigt, vorne tiefer als hinten und so floss das Wasser stets nach vorne weg. Aber wenn das Hinterteil tiefer steht ist die undichte Stelle immer im Wasser und das Wasser kann eindringen. So unsere Analyse!
Mit Rudis Silikon wird die undichte Stelle geschlossen... Mal sehen, ob es wirklich diese Stelle war.
Auch mit der Wasserpumpe haben wir Glück. Die Reservepumpe von Rudi ist die Gleiche, wie bei uns eingebaut ist.
Andi hat die Pumpe ja bereits im Sommer einmal aus- und wieder eingebaut und so hat er Routine. Sie befindet sich logischerweise an der unzugänglichsten Stelle vom Fahrzeug, wo man besser einen Arm mit mehreren Gelenken bräuchte!!! Jedenfalls funktioniert unsere Wasserversorgung jetzt wieder.
Am Abend testen wir die Gastronomie im Hafen von Cavalaire sur Mer. Danach diskutieren wir noch über unsere Zukunftspläne. Heike und Rudi fahren nächsten Sommer in die Finnmark und werden 2027 wieder einmal nach Australien verreisen. Wir beneiden sie für Downunder schon ein wenig.
Am nächsten Morgen verabschieden wir uns von den beiden. Es war sehr angenehm mit ihnen und wir werden sie sicher wieder einmal besuchen und ein Fondue mitbringen oder uns sonst irgendwo treffen.
Bei Sonnenschein fahren wir auf der Küstenstrasse bis Hyères und von dort auf der Autoroute via Marseille an die Cote Bleue bei Carro. Am Cap Couronne, auf den Stellplatz, sind an der Front zum Meer noch diverse Plätze frei.
Wir spazieren ein Stück auf dem Weg dem Strand entlang. Es scheint die Sonne aber es weht ein kalter Wind.
Die Nacht ist ruhig aber kalt.
Am Samstag geht es weiter über die hohe Brücke bei Martigues nach Port Saint Louis du Rhone. Hier überqueren wir mit der Fähre den Fluss. Dies ist der letzte Übergang über die Rhone vor der Mündung ins Meer.
Zur Mittagspause fahren wir an die Plage de Piemanson an der Rhonemündung.
Danach umrunden wir den Étang de Vaccarès, bestaunen die Flamingos und erreichen Saintes Maries de la Mer. Den uns bekannten Ort durchfahren wir nur, da fast alles im Winterschlaf und geschlossen ist.
Dieses Mal übernachten wir auf dem riesigen Stellplatz westlich vom Ort am Strand. Wir unternehmen noch einen Spaziergang am Strand, geniessen einen schönen Sonnenuntergang und anschliessend ein tolles Nachtessen von Marianne kredenzt.
Am Sonntag besuchen wir Aigues Mortes. Auch hier sind die meisten Geschäfte verständlicherweise geschlossen. Wir sind eigentlich froh, dass es nicht so viele Touristen hat.
Nach dem Stadtrundgang fahren wir möglichst küstennahe nach Frontignan. Städtchen und Weihnachtsmarktbesichtigung. Zum Glück war der Marché de Noel, weil sonst wäre der Ort wie ausgestorben gewesen. Es stehen viele Häuser in der Altstadt zum Verkauf.
Zum Übernachten geht es an den unendlich langen Strand zwischen Sète und Cap d'Agde. In der Mitte gibt es einen einzigen Parkplatz/Stellplatz ohne Höhenbegrenzung. Wir bestaunen wieder einen wunderschönen farbigen Sonnenuntergang und Caja wälzt sich x-Mal im Sand...
Am Morgen gibt es einen "Muschelnsammelnspaziergang". Es liegen unzählige schöne Shells am Strand.
Zurück beim Camper sehen wir wie ein Tiny Camper vom Stellplatz los fährt. Der Typ ist auf einer "Weltreise" mit seinem Fahrrad, dem "Wohnwagen" und einem Schweizer Sennenhund. Leider haben wir ihn erst entdeckt, als er schon am wegfahren war. Auf youtube kann man Filmchen anschauen...
Nächstes Ziel ist Béziers. Vor zwei Jahren sind wir schon einmal durch die hübsche Stadt gefahren, ohne anzuhalten. Heute wollen wir die Besichtigung nachholen. Wir drehen eine Runde durch die Stadt, auf der Suche nach einem Parkplatz, aber alle sind besetzt oder die Parklücke ist für unseren Kleinwagen zu kurz. Ausserhalb gibt es einen Stellplatz, aber der ist mindestens 3km vom Zentrum entfernt. Wir geben uns noch eine letzte Runde und sonst fahren wir weiter. Und siehe da, direkt vor dem Marché Noel fährt ein Fahrzeug mit spanischem Kennzeicchen weg und wir können den Parkplatz erben :-)
Am Weihnachtsmarkt wollen wir zuerst etwas Essen. Wir bestellen einen Flammkuchen. Den Ersten verbrennt der Jüngling und der Fladen landet direkt im Eimer. Der Zweite gelingt, aber dafür würden wir nicht noch einmal nach Béziers fahren...
An einem anderen Stand versuchen wir die Soupe de Noel, Kürbissuppe mit Maroni, welche sehr gut ist.
Danach besichtigen wir die schöne Altstadt und die grosse Kathedrale.
Zum Übernachten fahren wir ans Meer, nach Port Chichoulet bei Vendres. Neben dem Parkplatz hat es diverse geschlossene Restaurants (falsche Jahreszeit) und einen Meeresfrüchteladen mit lokalen Austern. Wir möchten gerne Huitres kaufen, aber die nette Verkäuferin meint, sie hätte im Moment keine Zeit, die Austern zu öffnen, da sie bereits zwei weitere Platten vorbereiten müsse... so gibt es für uns halt keine Austern.
Am nächsten Morgen folgen wir weiter der Küste über die Touristenorte Saint Pierre la mer, Narbonne Plage und Gruissan. Wir möchten nicht im Sommer hier sein... Danach geht es von Narbonne auf der RN9 nach Perpignan.
Perpignan kennen wir von früher, darum steuern wir den Parkplatz beim Palais de Congrès an. Aber, leider findet dort der Weihnachtsmarkt statt und natürlich hat es keine Parkplätze. Also drehen wir wieder unsere Runden... Schliesslich finden wir wieder einmal einen guten, zentrumsnahen Parkplatz.
Unser Stadtrundgang führt uns über einen Weihnachtsmarkt am Quai Sebastian Vauban, weiter über den Place de la Rebublique zur Kathedrale. Danach via "Porte Notre Dame" zur "Loge de mer de Perpignan", dem Stadthaus. Da die Sonne noch so schön scheint setzen wir uns in ein Strassencafé und geniessen ein Glas Rosé.
Danach suchen wir uns durch den Feierabendverkehr den Weg südlich nach Alénya, wo wir auf dem Stellplatz übernachten.
Am Abend beschliessen wir, dass wir unsere Reise über Andorra weiterführen.
Nach einer ruhigen Nacht und wieder sonnigem Wetter, führt uns der Weg wieder zurück nach Perpignan und von dort westlich auf der D66 entlang vom Flüsschen La Tet in die Pyrenäen. Es geht stetig aufwärts, zur linken Seite das imposante 2'750m hohe Canigou-Massiv.
In Villefranche-de-Conflent, mit dem Label "Les Plus Beaux Villages de France", einer kulturtouristischen Auszeichnung, stoppen wir. Die Stadtmauern aus dem 11. Jh. sind vollständig erhalten. Der hübsche Ort selber sieht im Winter verlassen aus. Es stehen auch hier viele Häuser zum Verkauf. Oberhalb vom befestigten Ort befindet sich die 1681 erbaute Festung "Fort Libéria", UNESCO-Welterbe vom berühmten Festungsbauer Vauban.
Im authentischen Restaurant "Bar Le Canigó", einem Stammlokal der Pompier Volentaire essen wir zu Mittag. Das Essen ist gut und die Bedienung sehr freundlich.
Danach klettern wir, zum Teil recht steil, weiter aufwärts, durch die eindrückliche Schlucht der Tet, auf der Passstrasse zum Col de la Perche 1579m. Hier befindet sich eine weiter Vauban Festung, die Citadelle Mont Louis. Wir lassen sie aber rechts liegen und fahren runter nach Saillagouse, wo wir auf einem Camping übernachten wollen. Betonung auf wollen! Der Erste ist geschlossen aber sie geben uns einen Tipp für einen offenen Camping. Der Tipp-Camping ist ebenfalls geschlossen, aber wir haben ein gutes Gespräch mit dem Besitzer, unter anderem über Andorra, Skifahren, Pyrenäen-Alpen und die Schweiz. Er gibt uns noch einen Typ für einen offenen Camping, aber auf dem waren wir ja schon :-)
Es war ein unterhaltsames Gespräch mit dem Monsieur und nur in französisch und wir haben uns gut verstanden. Wenn wir die Pyrenäendurchquerung einmal machen werden, werden wir den Camping "Le Puigmal" sicher berücksichtigen.
Er meint, auch der Parkplatz im Ort sei ok und die Bäckerei ist gleich nebenan. Wir verabschieden uns und wüschen uns gegenseitig schöne Weihnachten.
Leider ist der Platz im Dorf aber stark geneigt und so fahren wir halt weiter. Wir durchqueren etwa 4km lang eine spanische Enklave in Frankreich, den Ort Llivia. Etwas weiter, in Bourg Madame, an der spanischen Grenze, beim Einkaufszentrum auf dem Parkplatz könnte man auch gut übernachten. Für eine Nacht und vorallem, weil es schon dunkel ist, bleiben wir da und so können wir am Morgen noch unsere gewünschten französischen Lebensmittel einkaufen.
Nach einer kalten Nacht aber wieder mit sonnigem Wetter starten wir unsere Fahrt in die Berge. Auf der gut ausgebauten Strasse erreichen wir bald die Passhöhe vom Col de Puymorens auf 1915m. Etwas unterhalb vom Pass befindet sich die Talstation vom Skigebiet Porté-Puymorens, wo schon fleissig Ski gefahren wird.
Nach einer kurzen Abfahrt geht es bereits wieder hoch Richtung Andorra. Nach der Grenze erreicht man "Pas de la Casa" auf 2081m, der einzigen andorranischen Siedlung auf der Nordseite des Pyrenäenhauptkamms. Ein Skitourismusort mit hauptsächlich Hotels, Restaurants und Shops, beliebt bei den Franzosen zum Skifahren, aber auch wegen zollfreiem Alkohol und Zigaretten.
Die Passstrasse führt weiter auf den Pass Port de Envalira auf 2408m, mitten im Skigebiet. In der Schweiz hat es nur vier asphaltierte Pässe, wo der Kulminationspunkt höher ist und die haben um diese Jahreszeit Wintersperre :-)
Auf der schön breiten Strasse geht es wieder runter ins Tal, durch diverse unpersönliche Touristenorte nach Andorra la Vella. Auf dem hübschen, zentrumsnahen Camping Valira richten wir uns ein.
Danach starten wir zur ersten Besichtigungsrunde. Der Hauptort von Andorra mit ca. 25'000 Einwohner/innen befindet sich in einem engen Tal und glänzt auch nicht mit spezieller Ambiance. An der Hauptgasse ist gefühlt jeder zweite Laden ein Parfümshop. Die Restlichen verteilen sich auf Alkohol, Zigaretten und Kleider.
Da kein Raum mehr vorhanden ist wird immer weiter, aufwändig, mit riesigen Stützmauern, Sonn- und Schattenseitig an die Berghänge hoch gebaut.
Am zweiten Tag entdecken wir noch den kleinen historischen und älteren Teil der Stadt.
Andorra la Vella ist für uns keine Reise wert. Shoppen ist nicht unser Ding, von der Steueroase und den Banken können wir nicht profitieren und für eine Immobilie fehlt uns das Kleingeld.
Landschaftlich ist Andorra sehr schön und attraktiv und wir haben die tollen Panoramas bei unserer Durchreise genossen.
Caja hat übrigens ein kleines Jubiläum, Andorra ist ihr 25. Land, welches sie bereist hat.
Vor der Ausreise wird noch getankt. Dieselpreis € 1.20!!!
Auch vom Ricard gönnen wir uns noch eine Flasche für € 8.50, Schweizer Preis ca. Fr. 28.-, auch in Frankreich muss man mit über € 18.- rechnen...
Am Zoll bei der Einreise nach Spanien wird kontrolliert. Wir zeigen die Einkaufsbelege. Die spanische Zöllnerin interessiert aber eigentlich nur, ob wir Raucherwaren dabei hätten.
Das war Andorra.
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