Camperreisen 2020 - MARIANDIONTOUR

MARIANDIONTOUR
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Camperreisen 2020

Reisen
29.5. - 3.6.2020
12.6. - 15.6.2020
19.6. - 22.6.2020
26.6. - 30.6.2020
31.7. - 3.8.2020
14.8. - 17.8.2020
21.8. - 23.8.2020
27.8. - 30.8.2020
4.9. - 7.9.2020
11.9. - 14.9.2020
Schaffhausen2.10. - 5.10.2020
Glarnerland13.11. - 15.11.2020
Tour de Suisse Part 1
Tour de Suisse Part 2
12.12. - 20.12.2020
Bodensee - Appenzell
Freitag 29.5. bis Mittwoch 3.6.2020
Unser erster Ausflug mit dem Camper im 2020...
Wegen Corona sind alle Campingplätze leider immer noch geschlossen, aber das ist für uns eigentlich kein Problem.
WC und Küche sind in unserem Camper ja dabei :-)
Das erste Ziel war Winterthur. Wir besuchten Andi's Cousine Renate und und ihren Mann Markus.
Nach einem gemütlichen Abend mit einem feinen Nachtessen übernachteten wir auf dem Parkplatz beim Camping in Winterthur.
Am nächsten Morgen machten wir einen Stadtrundgang durch die schöne Altstadt.
Danach fuhren wir auf der Route der Grand Tour of Switzerland Richtung Rheinfall.
Auf der Zürcherseite waren wir noch nie, so sahen wir eine neue Perspektive auf den gigantischen Wasserfall.
Aber es war schon speziell. Normalerweise sind viele Leute auf der Schaffhauserseite des Rheinfalls und jetzt, wegen Corona, war fast niemand da.
Wir fuhren weiter über Schaffhausen, Stein a. R. entlang des Untersee und des Bodensee bis nach Romanshorn, wo wir auf einem Parkplatz beim See mit diversen VW California unseren Stellplatz für die Nacht gefunden haben.
An Pfingsten haben wir mit unseren Trauzeugen Corinne und Heini in Appenzell abgemacht.
Nach einer Wanderung rund um Appenzell fuhren wir auf die Waldegg zum Apèro im Ausflugsrestaurant "Schnuggenbock".
Übernachtet haben wir ausnahmsweise nicht im Camper, sondern, nach einem sehr guten Nachtessen, im Hotel Krone in Speicher.
Nach einem ausgiebigen Frühstück wanderten wir am nächsten Tag eine Etappe auf dem Alpenpanoramaweg von Trogen nach Appenzell.
Mit der Bahn ging's zurück nach Speicher. Das Nachtessen, Cordon Bleu mmmh, genossen wir im Restaurant Eischer ob Appenzell.
Am nächsten Tag wollten wir eine Wanderung zum Seealpsee unternehmen, aber als wir in Wasserauen zum Parkplatz kamen, war alles voll mit Autos...
Die Ebenalp, das Wildkirchli, das Restaurant Äscher und der Seealpsee zählen zu den Top Destinationen im Zeitalter von Corona... Massentourismus halt!!!
Nichts für uns! Wir entschlossen uns für etwas Anderes. Wir wanderten auf den "Hoher Hirschberg".
Im Restaurant genossen wir ein gutes traditionelles Appenzeller Mittagessen.
Nach dem Rückmarsch trennten wir uns von Corinne und Heini. Es war wie immer lässig mit den Beiden.
Sie "mussten" halt jetzt wieder nach Hause und wir fuhren weiter auf die Schwägalp.
Da die Luftseilbahn auf den Säntis noch nicht in Betrieb ist genossen wir den fast touristenfreien Ort :-)

Nach einer sehr ruhigen Nacht auf dem Parkplatz hinter der Luftseilbahn fuhren wir via Toggenburg, Ricken, Atzmännig, Rapperswil über den Seedamm nach Zollikofen zu einem Besuch bei der Familie Meister und unserem Puppy Caja.
Gotthard - Tessin - Wallis
Freitag 12.6. bis Montag 15.6.2020
Dieses Wochenende ist eigentlich nicht viel geplant, ausser mindestens eine Übernachtung auf einem Pass.
Wir fahren auf der Autobahn in die Innerschweiz bis Göschenen.
Dort nehmen den Abzweiger Richtung Göschneralp.
Eine schmale, kurvenreiche Strasse führt uns auf 10km von 1100m hoch bis zum Staudamm auf 1780m.
Wir unternehmen einen kleinen Spaziergang auf dem Staudamm. Aber der Wind bläst unangenehm kühl.
Es wäre sehr schön hier zum Wandern, aber das Wetter wird immer schlechter.

Also fahren wir wieder runter und weiter Richtung Gotthardpass.
Das Wetter ist hier oben auf 2091m auch nicht besser, aber wir bleiben trotzdem über Nacht.
Wir sind nicht alleine, aber der einzige rote Camper :-)
Im Hotel Hospiz essen wir ein gutes Nachtessen und geniessen danach die Ruhe und die Frische der Bergen.
Am Morgen zeigt das Thermometer 5°C...

Da die Festung Sasso San Gottardo wegen Corona nicht besichtigt werden kann, wir kommen wieder zu einer Besichtigung,
fahren wir weiter auf der Land- und Nebenstrasse runter ins Tessin Richtung Locarno.
Bei Cugnasco meint Marianne, dass ein ehemaliger Arbeitskollege hier einen Saisonplatz auf einem Camping hätte, vielleicht sind sie ja da.
Also anrufen und ein paar Minuten später treffen wir Hedy und Röbi. Grosse Freude über das unerwartete Wiedersehen.
Es gibt Apèro und irgend einmal im Nachmittag wird beschlossen, dass wir hier übernachten.
Der Camping ist zwar sehr gut besetzt, aber für eine Nacht erhalten wir noch ein Platz.
Später kommt auch noch Petra dazu und wir verbringen einen gemütlichen Abend.
Am Sonntagmorgen werden wir von Hedy und Röbi noch mit einem Frühstück zu Mariannes Geburtstag beglückt.
Da im Tessin strengere Coronamassnahmen und auch das Wetter auf der andern Bergseite besser sein soll,
beschliessen wir das Tessin zu verlassen und über den Nufenenpass ins Wallis zu transferieren.

Auf der Abfahrt vom Nufenen können wir noch eine Herde Steinböcke beobachten.

Danach fahren wir ohne wirkliches Ziel das landschaftlich sehr schöne Oberwallis runter.
Nach Leuk steuern wir den Camping in Salgesch an.
Auf diesem Platz waren wir auch schon einmal. Es hat einen kleinen See und es hatte uns damals sehr gut gefallen.
Aber heute!!! Voll überfüllt mit Camper. Am See keinen Platz und in der vierten oder fünften Reihe macht es keinen Spass.
Nach einer Runde über den Platz ohne auszusteigen fahren wir weiter.
In Saillon finden wir unseren Platz für Heute.
Am Abend gibt es ein feines Nachtessen zu Ehren von Mariannes Geburtstag im Relais de la Saraz neben dem Camping.
Am Montagmorgen ist es leider regnerisch, trotzdem geht es über Nebenstrassen entlang der Rhone nach Bex.
Dort möchten wir das Salzbergwerk besuchen.
Leider auch hier Corona und ohne Voranmeldung übers Internet läuft nichts...
Also fahren wir halt weiter, vielleicht ein anderes Mal, sieht jedenfalls spannend aus.
Über Nebenstrassen erreichen wir Villars sur Ollon, welches wie auf einer Terrasse 900m über dem Unterwallis trohnt.
Wegen Nebel sieht man leider nicht so weit und darum fahren wir weiter auf den Col de la Croix.

Hier könnte man auch einmal eine Nacht verbringen.
In Les Mazots, bei der Bergstation im Skigebiet von Les Diablerets genossen wir zum Mittagessen ein Fondue.
Da der Col du Pillon gesperrt war fuhren wir via Col des Mosses, Gruyeres, Bulle nach Zollikofen
zu der Familie Meister und unserer zukünftigen Reisebegleiterin Caja.
In 2-3 Wochen dürfen wir sie abholen.
Wallis
Freitag 19.6. bis Montag 22.6.2020
Es geht wieder einmal ins Wallis. Wir besuchen den südwestlichsten Teil der Schweiz,
das Val Ferret und das Val de Bagnes.

Über die Autobahn via Bern-Fribourg-Vevey erreichen wir Martigny.
Zuerst besuchen wir die Fondation Barry und erfreuen uns an den kleinen Bernhardinerpuppies.
Danch gehts los. Kurz nach Martigny verlassen wir die Strasse zum Col du Grand St. Bernard und
klettern mit unserem Camper über eine schmale Nebenstrasse hoch zum Col de Champex auf 1497m: 11km, 22 Spitzkehren, 870m Höhenunterschied.
In Champex spazieren wir ein wenig entlang dem See, es windet und ist kühl.
Also suchen wir den Camping in Champex und machen es uns gemütlich in unserem Camper.
Am nächsten Morgen wieder perfektes Wetter. Nach einem weiteren, kurzen Spaziergang durchs Dorf und am See kurven wir auf der anderen Seite von Champex hinunter ins Val Ferret, hier hat es nur 7 Spitzkehren und eine schöne Strasse.
Unten im Tal angekommen fahren wir etwa 20km durchs Tal entlang, bis man dann 3km nach Fouly nicht mehr weiterfahren darf.
Von dort wandern wir ein bisschen mehr als eine Stunde weiter das Tal hoch bis etwas über 2000m.
Danach kehren wir wieder um, da es schon später im Nachmittag ist und die nächsten Ziele von hier doch noch 2 Stunden und mehr entfernt sind.
Wieder unten in der Bergwirschaft l'alpage des Ars genehmigten wir uns ein Zvieriplättli und einheimisches Bier.
Nach unserem Vesper steuerten wir den Camping in La Fouly an.
Der Camping des Glaciers hat einen guten attraktiven Auftritt im Internet und auf diversen Suchmaschinen findet man den Platz ziemlich schnell.
Das heisst natürlich aber auch, dass es sehr viele Coronaneocamper anspricht und daher ist der Platz auch sehr gut besetzt.
Aber der Camping ist sehr gross und es hat auch noch ein Plätzchen für uns.
Der Weg zum Sanitärgebäude ist schon eine halbe Wanderung ;-)   
Zum Nachtessen gibt es ein feines Fondue im Freien unter den Bergen Mont Dolent und Tour Noir und dem Glacier de l 'A Neuve.
Am nächsten Morgen wieder schönstes Wetter. Nach dem Frühstück im Freien fahren wir wieder das Val Ferret runter und weiter ins Val de Bagnes.
Auch hier fahren wir das Tal hoch, bis man nicht mehr weiterfahren darf. In Mauvoisin parkieren wir und wandern das letzte Stück hoch zur Staumauer.
Der oberste Teil des Wanderwegs führt durch steile Stollen, welche beim Bau der Staumauer angelegt wurden.

Oben angelangt, wanderten wir über die Staumauer auf die andere Talseite.
Der Wanderweg führte weiter durch diverse Tunnels und in die Felsen ausgespitzte Terrassen.
Die Sicherungsseile/Geländer für den Wanderweg werden im Winter abmontiert und wegen dem Schnee und den Lawinen auf den Boden gelegt.
Sie sind jetzt noch nicht montiert und es braucht schon ein wenig Mut zum traversieren.
Der See liegt ca. 80 - 100m senkrecht unter uns...

Noch ein paar Fakten zu Lac Mauvoisin:
Es ist die höchste Bogenstaumauer von Europa mit 250m, Kronenlänge 520m und 210 Mio m3 Wasser.
Jeden Sommer findet auf der Staumauer eine Fotoausstellung von einem Künstler statt.
Danach bezogen wir unser Nachtquartier auf dem Camping Forêt des Mélèzes.
Sehr schöner, ruhiger Platz in einem Wäldchen und direkt am Bergbach. Bei jedem Platz hat es sogar eine Feuerstelle.
Es hat trotz Corona fast keine Camper. Liegt es wohl daran, dass man nicht online buchen kann? :-)
Hierhin kommen wir wieder einmal.
Am Montag fuhren wir wieder das Val de Bagnes hinunter. Verbier, welches über dem Tal auf einer Sonnenterrasse liegt, besuchen wir ein anderes Mal.
In Sembrancher bogen wir rechts ab auf eine Nebenstrasse zum Col des Planches auf 1408m. Auf der andern Seite ging es runter nach Martigny, wo wir hin wollten. Auf halbem Weg kommt uns ein Auto entgegen. Da die Strasse schmal ist, kreuzt man bei einer Ausweichstelle im Schritttempo.
Da ruft uns der Fahrer vom entgegenkommenden Fahrzeug zu: "la route de Martigny est fermée" - oder so :-)
Wir nicken, schauen uns an und fahren weiter! Das war doch ein welsches Witzchen... Es war ja nirgendwo etwas signalisiert!
Zwei Kilometer weiter steht eine rotweisse Abschrankung quer über die Strasse und eine orange Tafel mit dem Hinweis, dass die Strasse wegen Bauarbeiten von 8:00 bis 12:00 Uhr und von 13:30 bis 17:00 Uhr gesperrt ist... es ist jetzt zwanzig vor zwei Uhr!!!
Also umkehren und ganzer Weg retour, 13 Spitzkehren hoch zum Col des Planches, 9 Spitzkehren wieder runter nach Sembrancher. Wir achten sehr genau, ob irgendwo ein Hinweis auf die Baustelle sei, aber wir finden nichts...
Durch diesen Abstecher "verloren" wir über eine Stunde und wir wollten doch noch auf dem Heimweg unser Pouppy Caja in Zollikofen besuchen.
Es wurde dann halt ein bisschen später. Es ist spannend zu sehen, wie die Hundeschar wächst...

Caja's Brüder und Schwestern... Caja knutscht mit Marianne :-)
Appenzell
Freitag 26.6. bis Dienstag 30.6.2020
Es ist wieder ein Weekend in der Ostschweiz angesagt.
Wir möchten vor den Schulsommerferien noch an den Bodensee.
Im Juli und August ist ja dieses Jahr sowieso alles besetzt.
Am Freitagabend besuchten wir Simone und Fäbu in St. Gallen.
Es war ein gemütlicher Abend auf dem Balkon mit der schönen Aussicht auf die Stadt.
Sie verwöhnten uns kulinarisch vom Feinsten.
Es wurden alle Register gezogen, aber aus dem vielgerühmten Sonnenuntergang wurde nichts,
dafür zog ein starkes Gewitter über St.Gallen.
Wir nächtigten in der Quartierstrasse, leicht schräg...
aber gut bewacht von Wallace und Gnom :-)

... und am Morgen gabs Kaffee.  
Zum ts mörgelä fuhren wir danach in die Stadt,
in ein cooles Café, Oya Bar Kafe










Nach dem Morgenessen verabschiedeten wir uns in der Stadt von Simone und Fäbu und nahmen unser Ziel "Bodensee" ins Visier.
Wir steuern fünf Campingplätze an und überall die gleiche Message: Bis Ende August ausgebucht!
Die "&%, ç*@(°§#" Neocamper (die Adjektive zu Neocamper wurden zensuriert!)... Können die nirgendwo hin ohne vorher zu reservieren...
Okay, was machen wir? Appenzell ist immer gut. Wir fahren zum Camping Jakobsbad in Gonten.
Wir haben Glück, es hat noch Platz. Uns gefällt es hier sehr gut. Wir waren in früheren Jahren auch schon auf diesem Platz.
Aber auch hier meint der Chef, dass er so etwas noch nie erlebt hätte, seit Wochen immer sehr gut belegt.
Wir geniessen das nichts tun. Wandern den Barfussweg, natürlich barfuss...
Mit der Bahn besuchen wir Appenzell.
Das Wochenende ist wieder einmal viel zu rasch vorbei...
Auf dem Heimweg fahren wir noch zum Mittagessen auf den "Hoher Hirschberg", welchen wir schon mit Corinne und Heini vor drei Wochen erwandert haben.
Über den Stoos fuhren wir runter ins Rheintal bei Altstätten, wo wir noch eine Geschwindigkeitsbusse abholten...
Auf der Autobahn tuckerten wir danach nach Hause.
Oberalp - Susten - Aeschi
Freitag 31.7. bis Montag 3.8.2020
Seit vier Wochen ist unser neuer Liebling Caja bei uns. Das erste Weekend mit dem Camper für unser Hundebaby.
Das ein- und aussteigen, wie platziere ich mich im Camper, haben wir letztes Wochenende bei zwei kurzen Ausfahrten ausprobiert.
Caja machte das super. Auf dem Heimweg von Solothurn ist sie sogar beim Fahren eingeschlafen :-)
Da bei uns in Rothrist am 1. August Feuerwerk losgelassen wird, als gäbe es kein Morgen, beschlossen wir, unserem Puppy diese Erfahrung zu ersparen.
Wir sind der Meinung, solange die Schweizer mit Feuerwerken und Raketen so viel Geld in den Himmel jagen können, geht es der Schweiz noch sehr gut.
Ins Ausland dürfen wir noch nicht, wegen der fehlenden Tollwutimpfung bei Caja.
Also ab in die Berge.
Am Freitag steuern wir den Oberalppass an. Es gibt dort gute Möglichkeiten zum Übernachten.
Zum Glück sind wir kurz vor dem Mittag auf dem Pass und können uns einen Stellplatz aussuchen.  
Wir nehmen einen Platz wo wir längs zum Weg stehen können und so Stühle und Sonnenstore raus lassen können.

Stündlich kommen mehr Wohnmobile... Am Abend zählen wir über 70 Camper!!! Zum Teil stehen sie schon eng wie auf einem Parkplatz.
Und immer passt noch einer dazwischen...
Über die sanitären Verhältnisse wollen wir jetzt nicht weiter eingehen. Es hat zwei Toytoy WC und ein Bio-WC.
Für die Womo mit eingebauten WC ist es ja kein Problem, aber die vielen VW California...

Zum Mittagessen kommt für uns das grosse Experiment!
Mit Caja zum ersten Mal in ein Restaurant.
Ok es ist "nur" in der Gartenbeiz und schon fast zwei Uhr, also nicht mehr so viele Leute...
Und Caja hängt voll den Appenzeller raus. Es wird gekläfft, es wird heraufgekraxelt, sie wickelt sich mit der Leine um die Stühle und dasTischbein, der Wassernapf wird umgestossen, es wird versucht zum Hund am Nachbartisch zu kommen, es wird geschnappt und geknellt.
Wir schämen uns für unseren "Strick", die andern Leute nehmens gelassen oder lächeln.
Als das Essen kam, zum Glück ein Wurstsalat, ging Andi mit unserem "Strick" aus dem Restaurant ein bisschen spazieren, runterfahren und Geschäft erledigen. Später wollten wir dann wechseln. Zurück im Restaurant liegt unser Liebling unter den Tisch und schläft, wie wenn sie im Restaurant nie etwas anderes machen würde.

Die später ankommenden Gäste loben den lieben Hund...
Wir verbringen eine ruhige Nacht auf dem Oberalppass. Ok, um vier Uhr muss das Hündchen ein Bisi machen. Dafür sehe ich einen wunderschönen Sternenhimmel.
Nach dem Morgenessen fahren wir runter nach Andermatt. Hier wird heute Abend zum Nationalfeiertag wahrscheinlich auch der Bär tanzen. Jedes Restaurant hat eine Bar und/oder einen Grill auf die Strasse gestellt. Nach dem Rundgang durchs Dorf oder besser Strasse rauf - Strasse runter, das war Andermatt :-)
Weiter geht's, durch die Schöllenen bis nach Wassen und dort links Richtung Sustenpass. Es führt eine schöne Strasse hoch durch das Meiental bis zur Passhöhe. Das Wetter wechselt immer wieder von fast Sonnenschein zu fast Regen.
Auf der Passhöhe das obligate Foto:
Der Stau ist nur wegen dem Lichtsignal von der der Baustelle im Scheiteltunnel auf der Passhöhe. Aber es hat schon viel Verkehr, vorallem Motorräder...
Kurz nach der Passhöhe beim Restaurant Steingletscher bogen wir wieder ab. Über eine Mautstrasse steuerten wir einen der drei Parkplätze zwischen dem Steisee und unterhalb vom Steilimigletscher an.
Auf dem obersten Parkplatz auf 2100m und erst noch mit Blick Richtung Steilimigletscher fanden wir einen guten Stellplatz (roter Kreis).

Eigentlich sind diese Parkplätze für Wanderer oder Bergsteiger vorgesehen, aber eben, in Coronazeiten ist alles anders.
Am Abend waren jedenfalls alle drei Parkplätze voll belegt...
Wir genossen das wunderschöne Panorama und den Apéro vor dem Camper, bevor die Sonne hinter den Bergen verschwand.
Danach wurde es allerdings kalt.
Zum Nachtessen kredenzten wir uns wieder einmal ein FONDUE :-)

Zur Sicherheit stellten wir die Heizung vom Camper auf die unterste Stufe, im Falle, dass es in der Nacht unter 0°C gehen sollte.
Zum Glück waren keine "Eidgenossen" hier oben, welche das Gefühl gehabt hätten, Feuerwerk zum Nationalfeiertag los zu lassen.
In der Nacht wurde das Wetter wieder schlechter, man hörte rund herum Gewitter aber bei uns blieb es ruhig.
Am Morgen war es kühl und neblig. Wir brachen dann bald auf, runter durchs Gadmental ins Haslital.
Entlang vom nördlichen Seeufer vom Brienzersee erreichten wir via Brienz Interlaken. Das Wetter zeigte sich wieder von der schönen Seite.
Kleiner Spaziergang vor dem Kursaal. Ein Glace bei der Gelateria Azzurra, der besten Gelateria von Interlaken, gemäss Christine und Daniel :-)
Beim Weiterfahren entlang vom Thunersee entschlossen wir uns, trotz des unbeständigen Wetters, noch eine Nacht im Berner Oberland zu bleiben.
Aber wir rufen die Campings an, statt noch ein paar Stunden herum zu fahren. Wir waren glücklicherweise schon beim ersten Anruf in Aeschi erfolgreich.
So fuhren wir noch auf dieser Seeseite weiter bis Thun und nachher auf der anderen Seite wieder zurück bis Aeschi zum Camping Rossern.
Unterdessen setzte auch langsam der Regen ein und es hörte nicht mehr auf.
Am Montag fuhren wir, mit einem kurzen Spaziergang in Thun, über den Belperberg nach Zollikofen zur Familie Meister.
Die Wiedersehensfreude von Caja und Meisters war riesig. Caja konnte man fast nicht mehr beruhigen.
Zu Hause hat sie uns dann, vor lauter Aufregung, noch vier Mal reingepinkelt, obwohl wir mit ihr mehrmals draussen waren...
Es war ein schönes Weekend mit unserer neuen Reisebegleitung Caja. Sie hatte keine Probleme und beim Autofahren hat sie meistens geschlafen.
Wir freuen uns auf weitere Erlebnisse mit Caja.

Simmental - Greyerz - Hallwilersee
Freitag 14.8. bis Montag 17.8.2020
Dieses Wochenende fahren wir ins Simmental und ins Greyerz.

In Wimmis verlassen wir die Autobahn und cruisen durch's Simmental bis Saanen.
Dort spazieren wir durch das schöne Dorf und erstehen uns in der Käserei ein Gstaader Fondue.
Danach fahren wir ins Nachbardorf Gstaad und mischen uns unter die Schönen und die Reichen ;-)

Caja findet neue Freunde, den Bär und the Duck gesponsert von Blake Edwards und Julie Andrews

und wir den Astronauten

Das Wetter ist sehr wechselhaft, so fahren wir weiter über Saanen, durch's Pays d' Enhaut, Chateau-d Oex ins Gruyères nach Broc.
Unsern Stellplatz für die Nacht finden wir auf dem Parkplatz bei der Walfahrtskapelle "Chapelle Notre-Dame des Marches".
Hier, ganz in der Nähe, hat Andi vor 37 Jahren seine Rekrutenschule gemacht und dieser Parklatz war der Exerzierplatz...
Ein schöner ruhiger Platz mit Sicht auf das Schloss Gruyères. Am Abend stehen dann sechs Camper auf dem Platz.


Das obligate Camperfondue...





Am nächsten Morgen fahren wir hoch nach Moleson Village auf 1100m, zur Talstation von der Bergbahn auf den Moleson 1982m. Wir staunen über die vielen Leute hier, trotz Corona. Der Parkplatz füllt sich, ein richtiges Massenerlebnis...
Da wir mit Caja vorläufig nur kurze Spaziergänge machen dürfen, kommt der Moleson für uns nicht in Frage und sonst hätten wir hier sowieso abgebrochen...
Aber eigentlich wollten wir nur den Stellplatz inspizieren und ja, hier kann man auch einmal übernachten, aber dann vielleicht nicht an einem Wochenende.
Wieder unten im Tal gehts weiter zum Lac de la Gruyères. Wir drehen eine Runde um den Stausee. Bei La Roche fahren wir hoch auf 1040m zur Talstation der Bergbahn auf den La Berra. Auch hier könnte man über Nacht stehen und zum Beispiel am nächsten Tag auf den La Berra 1719m wandern...
Wieder runter und über den Staudamm mit der eindrücklichen Saaneschlucht.
Zum Mittagessen kehren wir in Echarlens in der Auberge de la Croix Verte ein und es gibt Moules et Frites :-) und das an unserem Hochzeitstag.
Danach fahren wir via Charmey auf den Jaunpass. Der Camping ist sehr gut besetzt, wir dürfen hinten auf der Wiese stehen, zwar ohne Strom aber sonst ein schöner Platz. Wir grillieren und geniessen den schönen Abend.
Am Sonntag geht's auf der andern Seite vom Jaun wieder runter ins Simmental. Wir fahren an Sonntagen nicht so gerne über Pässe, weil die viele agressiven Motorradfahrer und die schleichenden Sonntagsfahrer sind eine gefährliche Mischung.
Vom Simmental fahren wir entlang von Thuner- und Brienzersee über den Brünig in die Innerschweiz und danach an den Hallwilersee.

Nach dem Einchecken im Camping in Mosen fuhr kurz nach uns ein weiterer Aargauer mit Wohnwagen auf den Platz neben uns.
Welche Überraschung, Vreni und Rolf von Rothrist.
Marianne ist oft per Whatsup mit ihnen in Kontakt, wo sie gerade sind und wie es so geht.
Und jetzt, ohne Abzumachen stehen wir nebeneinander.
Es gibt Apéro und es wird geplaudert.
Später landen wir dann nochmals zufälligerweise auch im gleichen Restaurant zum Nachtessen...




Hier in Mosen haben wir mit unseren lieben Trauzeugen Corinne und Heini abgemacht.
Sie laden uns jedes Jahr zu unserem Hochzeitstag zum Nachtessen ein.
Wir genossen ein feines Essen und einen schönen Abend. Danke Corinne und Heini, es war sehr gemütlich mit euch, trotz der Wespen ;-).
Auch Caja wusste sich zu Benehmen und so hatten wir wirklich einen relaxten Abend.
Mit einem Besuch bei Andi's Mutter ging das Wochenende zu Ende.
Wir haben wieder mehrere schöne Orte in der Schweiz entdeckt und werden sie sicher wieder aufsuchen.

Appenzell
Freitag 21.8. bis Sonntag 23.8.2020
Zweiter Versuch, Weekend am Bodensee...
Wir fahren über die Autobahn bis Winterthur, Richtung Schaffhausen und ab Andelfingen über Land nach Stein am Rhein.
Unbekannte Gegend für uns, schöne Landschaft, hügelig und waldig. Ab Stein a. R. weiter entlang dem Untersee.
In Ermatingen entschliessen wir uns, eigentlich entgegen unserer Einstellung, aber Anbetracht dessen, dass es doch schon fünf Uhr ist, die Campings am See anzurufen... wenn ihr die vorangegangenen Berichte gelesen habt, wisst ihr was jetzt kommt... ç%&"@#¢§ (Zensur), die Sommerferien sind doch seit einer Woche passé aber alle Plätze sind voll besetzt!!!
Aber die Rentner, welche in andern Jahren in Spanien, Südfrankreich, Italien oder Griechenland ihre wohlverdienten Ferien geniessen, lassen sich im Coronajahr halt in der Schweiz am Wasser nieder. Oder all die Neocamper, welche einen VW California gekauft haben müssen ihr neues Fahrzeug amortisieren. Und die Eltern mit ihren Kleinkinder... und, und, und. No worries, wir wollten ja das Gleiche machen.
Was machen wir? Appenzell - unserem Hundi seine Herkunft zeigen? Ok Marianne ruft im Camping Jakobsbad an - voll besetzt - aber auf nachhacken, dass wir auch schon da gewesen seien, meint Herr Huber, gut entlang der Scheune könnte man noch einen kleine Camper hinstellen.
Wir sind froh und fahren eine Stunde von Norden nach Süden durch den Kanton Thurgau. Für uns ein unbekanntes Land - da gibt es so Ortschaften wie - Wäldi - Altenklingen, wie klingen den die Alten? - Bissegg - Affeltrangen - Bettwiesen, nein nicht "Bett im Kornfeld" sondern in der Wiese.
Wir sind froh, endlich im Jakobsbad anzukommen.
Am Samstag fahren wir nach Appenzell und zeigen unserer Caja ihre Herkunft. Sie ist als Appenzellerpuppy natürlich der Star auf der Strasse ;-)
Zum Mittagessen fahren wir hoch zum Restaurant Eggli, leider ist das Wetter schlecht. Jedenfalls ist das Eggli ein Geheimtipp und man könnte auch auf dem Parkplatz übernachten, es hat Stellplätze.
Am Sonntag ist Hundwil angesagt. Caja's Mutter Candy kommt ursprünglich von hier. Leider wissen wir nicht wo der Züchter wohnt.
  Hundwil? Esch aber ned wohr...

Danach fahren wir auf dem direkten Weg wieder nach Hause.
Berner Oberland
Donnerstag 27.8. bis Samstag 29.8.2020
Das Wetter scheint diese Wochenende nirgendwo "schön" zu sein. Im Berner Oberland sind die Vorhersagen noch am Besten.
Also fahren wir nach Frutigen.
Wir geniessen einen Apéro zum sonnigen Abend auf dem Camping Grassi.
Zum Nachtessen gibt es... scho weder FONDUE!!! :-)
Am Morgen, nach dem Frühstück an der Sonne, machen wir einen Spaziergang entlang der Entschlige.
Caja darf frei laufen und gehorcht aufs Wort. Das ist einmal eine Ansage, wir freuen uns auf weitere Spaziergänge.
Marianne whatsupt (was für ein Mundartwort) mit ihrer Cousine Christine. Wir verabreden uns auf einen Kaffee in Grindelwald nach dem Mittag.
Wir treffen Christine bei ihnen zu Hause und plaudern bei Kaffee auf der Terrasse und geniessen die Aussicht auf die Eigernordwand.

Irgendwann wird das Wetter schlechter und Christine entscheidet, dass wir bleiben und dass es zum Nachtessen ein Raclette gibt.
Ok, wir wiedersprechen auch nicht fest in Aussicht auf ein Raclette.
Daniel weiss noch nichts von seinem Glück, er ist noch am Arbeiten und wir lieben spontane Entscheidungen und vorallem warmen, flüssigen Käse ;-)
Es gibt einen lustigen Abend mit Christine und Daniel. Sogar Caja liegt entspannt unter dem Tisch.
Die Nacht verbringen wir auf dem Parkplatz vor ihrem Haus und es regnet und regnet...
Am Morgen gibt es ein feines Frühstück bei Christine und Daniel. Herzlichen Dank an euch beide für die spontane Einladung.
Danach verabschieden wir uns und fahren Richtung Neuenburgersee, da die Wettervorhersage für diese Region am Besten ist.
Dort angekommen müssen wir feststellen, dass es schon nicht regnet, aber der Himmel ist so stark bedeckt, dass es keinen Spass macht.
Also fahren wir nach Hause...
Jura - Franches Montagnes
Freitag 4.9. bis Montag 7.9.2020
Es ist wieder einmal ein Weekend im schönen Jura angesagt - Franches Montagnes - Freiberge in deutsch.
Von Balsthal fahren wir durch das schöne, grüne Guldental zum Scheltenpass.
Auf der andern Seite ist schon "parlez vous francais" :-)
Via Delémont über den Col des Rangiers und weiter zur Gilbert de Courgenay.
In Courgenay bogen wir links ab zum Col de la Croix und danach runter nach St. Ursanne.
Das schöne Städtchen an der Doubsschleife besuchten wir nicht, da wir früher auch schon hier waren und das Tagesziel noch "weit" entfernt ist.
Wir wollen möglichst lange dem Doubs entlang fahren, aber nach etwa 6km ist dann in Tariche fertig. Von hier geht es nur noch auf Schusters Rappen dem Fluss entlang weiter. Also retour und über den Clos du Doubs (Bergrücken ca. 900m hoch, in der Schlaufe vom Doubs) nach Soubey. Spaziergang ein Stück entlang vom Doubs. Hier geht es auch nicht weiter dem Doubs entlang, also auf der andern Flussseite wieder steil hoch von 475m auf 950m.
Über Montfaucon, Saignelégier fuhren wir danach wieder runter zum Doubs nach Goumois.

Der Camping Municipal Vieux Pont in Goumois war natürlich fast ausgebucht, aber für eine Nacht bekamen wir doch noch ein Plätzchen direkt am Fluss.
So konnten wir Caja das erste Mal Frankreich zeigen und dass auf der andern Bachseite Europa ist... was immer dies auch für unser Hundi bedeuten mag :-)
Am nächsten Morgen fuhren wir auf einer schmalen, engen Nebenstrasse, durch Wald, Felsen und Felder, über Vautenaivre, Les Pommerats und les Enfers wieder hoch auf die Hochebene.
In der Fromagerie de Saignelégier konnten wir, wegen Corona, keine Besichtigung machen, dafür kauften wir am 24/7 Automat einen Tête de Moine AOP.
Eigentlich wollten wir nach Les Breuleux auf den Camping, aber... gleiche Geschichte wie bei x-Camping zuvor...
So fuhren wir halt weiter, über den Col du Mont Crosin 1227m runter nach St Imier 800m und auf der gleichen Talseite gleich wieder hoch, mit vollem Risiko, auf den Mont Soleil. Die Strasse auf den Mont Soleil hat eine Höhenbegrenzung von 2.60m. Unser Camper ist etwa 2.65m! Bei 2.70m kehren wir normalerweise um... Auf den Mont Soleil fährt auch eine Bergbahn und fast zu oberst führt die schmale Strasse unter dem Bahntrasse durch. Die Unterführung ist da glücklicherweise breit und mit einem runden Bogen. Der Torbogen beginnt auf 2.60m und so ist in der Mitte genug Platz für unser Büsli.
Auf dem Mont Soleil besuchen wir das Wind- und Solarkraftwerk. Mit Caja dürfen wir noch nicht weiter wandern, daher gehts, nach der kurzen Besichtigung, wieder zurück zum Auto.
Bei Le Noirmont in Le Creux des Biches, "die Mulde der Hirschkühe" finden wir auf dem coolen Camping Bivouac, ohne Strom, ein Plätzchen am Bahndamm - hier fahren zum Glück aber sehr wenig Züge. Apéro, grillieren und Abend geniessen ist angesagt.
Am Sonntag ist das Wetter nicht mehr so schön. Wir fahren weiter nach La Chaux de Fonds und von dort auf die Vue des Alpes. Aber leider nichts mit Alpensicht, man sieht nur knapp bis zum Neuenburgersee hinunter. Ok, weiter, wir suchen den Tete de Ran. Auch hier, schöner Aussichtspunkt auf die Alpen und das Mittelland und bei schönem Wetter sicher ein Tourist-Hotspot...
Wir fahren wieder runter und durch das Vallée des Ponts. Wunderschönes, grünes Tal, welches links und rechts an den Hängen bewaldet ist. Irgenwann sehen wir in der Ferne eine markante Felswand. Nach ein paar Kilometern merken wir dann, dass ist ja der Creux du Van.
Nach Les Ponts de Martel geht's auf einem schmalen Weg weiter durch die Combe Pellaton auf die Cret Pellaton auf 1080m und danach wieder runter ins Val de Travers auf 730m. Wir folgen der Areuse ein Stück talwärts und steigen danach wieder hoch ins Vallée des Ponts und gleich weiter rüber ins nächste Tal, nach Le Locle.
Unser Ziel ist der Camping in Les Brenets. Und auch hier, sehr gut besetzt aber finden wir noch ein Plätzchen. Wobei unten am See, welcher nicht mehr vorhanden ist, hätte es noch viele temporäre Gratisstellplätze gehabt. Das Wetter war in den Franches Montagnes den ganzen Tag wechselhaft, meist bedeckt und zwischendurch Nieselregen.  Aber, der Rest der Schweiz ist ja den ganzen Tag im Regen :-)
Am nächsten Morgen gehts runter zum Lac Brenets. Der See ist einfach ausgetrocknet.
Der Grund ist scheinbar der trockene Sommer im Einzugsgebiet vom Doubs in Frankreich und zusätzlich die Risse und undichten Stellen im Karstfelsen auf dem Seegrund, durch welche das Wasser unterirdisch abfliesst.
Das Phänomen kommt alle paar Jahre vor, aber scheinbar immer öfter...
Danach fuhren wir weiter, alles auf schmalen Nebenstrassen möglichst entlang vom Doubs. Über Les Planchettes - Biaufonds - Le Boéchet erreichten wir Les Breuleux. Von dort weiter durch den Jura über Les Reussilles, Bellelay, Souboz nach Moutier. Über Gänsbrunnen, durch das Tal und die Klus erreichten wir unser zu Hause.
Der Jura ist immer eine Reise wert.

Safiental - Valsertal - Val Sumvitg
Freitag 11.9. bis Samstag 12.9.2020
Wir wollen wieder einmal ins Bündnerland. Unser Ziel sind drei südliche Seitentäler von der Surselva.
Das Safiental, das Valsertal und das Val Sumvigt. Im Val Lumnezia waren wir früher schon einmal.

Über die Autobahn fuhren wir bis nach Tamins. Bei Bonaduz bogen wir ab zur Rheinschlucht. Die Strasse ist sehr eindrücklich, wie sie hoch über dem Tal am Berghang entlang führt und man von spektakulären Aussichtspunkten auf den Rhein hinunter sehen kann. Vor Versam fährt man über ein hohes Viadukt über das Versamer Tobel, die Rabiusaschlucht.
In Versam biegen wir links ab ins Safiental. Auf ca. 25km klettern wir mit unserem Büsli 45 Minuten, von 900m über eine kurvenreiche Strasse ins Safiental bis auf 1700m hoch. Zuerst fährt man durch ein enges Tal wo die Strasse recht steil ist. Weiter oben erreicht man danach ein offenes, weites, schönes Gebirgstal.
Zuhinterst im Tal, wo die Strasse nicht mehr weiter führt, nach Thalkirch, beziehen wir unseren Stellplatz auf dem Parkplatz beim Hochwasser Ausgleichsbecken beim Weiler Wanna.
Von dort wandern wir ein kurzes Stück zur nächsten Alp und wieder zurück. Wenn unser Hundi grösser ist, werden wir längere Wanderungen unternehmen.
Caja findet es aber auch so toll und dreht ihre Runden im gemähten Gras und im Flussbett. Man kann fast nicht zusehen, einfach wie im Trickfilm :-)
Wieder unten beim Camper treffen wir einen Jäger mit seinem Sohn. Sie sind auf Munggenjagd. Scheinbar ist dies Gang und Gäb in den Bergen. Sie jagen eigentlich nur die Murmeli, welche sich in den Wiesen im Tal niederlassen. Mit ihren Höhlen in den Feldern sind die herzigen Tierchen aber eine Plage für die Bauern, welche mit ihren Maschinen in den Löchern einsinken. Später auf ihrem Rückweg treffen wir sie noch einmal. Sie haben acht Tiere erlegt. Murmeltier sei eine Delikatesse und aus dem Fett wird die Munggensalbe gemacht. Wir kommen auch noch mit drei Jäger ins Gespräch. Sie wandern hoch zu ihrer Jagdhütte und gehen dann auf Pirsch nach Gämsen.
Nach diesen spannenden Gesprächen ist Apéro angesagt, solange die Sonne noch über die Berge scheint. Nach dem Sonnenuntergang wird es rasch kühl.
Zum Nachtessen geniessen wir ein Raclette.
Leider russen die Rechaudkerzen extrem. Die Pfännchen haben unten eine klebrige Schicht. Aber das Raclette war sehr gut.
Am nächsten Morgen ist es s...kalt. Kurzer Spaziergang mit Caja und danach Frühstück im Camper. Nachdem die Sonne den Talboden erreicht, wird es dann auch wieder angenehmer. Noch ein Spaziergang und dann fahren wir wieder runter ins Tal.
In Ilanz, der ersten Stadt am Rhein, kauft Marianne auf dem wöchentlichen Gemüsemarkt ein und danach besuchen wir die kleine Altstadt.
Danach lockt das nächste Ziel: Vals und das Valsertal. Auch das Valsertal ist unten ein schmales Tal mit links und rechts steilen Berghängen. Weiter oben wird es dann auch offener aber doch nicht so weit wie das Safiental und das Val Lumnezia.
Und dann kommt, die Mineralwasserquelle vom Valserwasser. Marianne möchte ein Föteli machen. Andi will anhalten, aber was ist mit unserem Automat los? Kein kuppeln, einfach Motor abgewürgt. Und jetzt? In der Anzeige steht: "Dieser Gang ist nicht verfügbar"... hä? Mit Mariannes Krafteinsatz können wir das Auto noch auf einen Parkplatz am Strassenrand lenken. Natürlich ist Samstagnachmittag...
Zum Glück haben wir vor einem Jahr für unsere Australienreise eine Reiseversicherung und für den Camper noch zusätzlich eine Pannenhilfe abgeschlossen.
Also, Anruf bei der Versicherung und kurz darauf Rückruf vom Pannendienst und ca. 45 Minuten später ist ein Abschleppdienst da. Leider kann er unsere Panne nicht beheben und der Anhänger zum Aufladen des Campers ist auch zu klein... trotz dem Hinweis bei der Pannenmeldung, dass wir ein Wohnmobil hätten...
Nach mehreren Telefonen mit der Versicherung dürfen wir mit dem Taxi nach Hause reisen. Das Fahrzeug werde möglichst schnell abgeholt, resp. in die Werkstatt transportiert. Eigentlich hätten wir einen Mietwagen vorgezogen, aber die nächsten möglichen Mietwagenstationen sind in St. Moritz oder in Wassen am Gotthard!!!. Die nächste Vermietung in Chur ist wegen Corona geschlossen...
Also fahren wir drei Stunden mit dem Taxi nach Hause für ein Trinkgeld von Fr. 800.-... normalerweise reicht das für eine Woche Ferien!!! Auf das Geld für das Taxi mussten wir lange warten...
Aber die Geschichte ist noch nicht ausgestanden. Am Dienstagabend fahren wir bei der Garage vorbei und möchten wissen ob sie schon etwas über den Schaden wissen. Aber unser Camper ist noch nicht da... Am Mittwochmorgen Anruf bei der Versicherung, wo das Fahrzeug unterdessen sei. Frage der Versicherung: "Haben Sie den Abschleppdienst informiert? Oh, Entschuldigung, da ist scheinbar etwas schief gelaufen. Der Auftrag wurde nicht weitergeleitet. Das Auto steht immer noch am Pannenort, aber es wird heute Express abgeholt". Am Donnerstag bei der nächsten Rückfrage erzählt die Versicherung, das Fahrzeug ist auf dem Hof vom Abschleppdienst und wird Morgen nach Zofingen überführt... Am Freitagmorgen ruft jemand von einem Abschleppdienst an, wo der Autoschlüssel sei!!! Langsam überbeissen wir! Da wird man ja nur Angelogen... Am Freitagabend erreicht unser Büsli dann doch noch die Werkstatt...
Diagnose vom Garagisten: An einem Zylinder, welcher die Kupplung drückt, rinnt eine Dichtung und das ausgelaufene Oel ist in die Kupplung gelaufen. Dadurch müssen die Kupplungsscheiben auch noch gewechselt werden. Das ganze Getriebe muss aus- und wieder eingebaut werden. Das Problem ist bei Fiat bekannt aber... scheinbar hat es nicht mit der Fahrleistung, also Anzahl Kilometer, sondern mit dem Alter zu tun...
Und die Moral von der Geschichte: Wir glauben, das ist unser letzter Fiat... und es gibt zum Glück noch andere Reiseversicherungen...

Schaffhausen
Freitag 2.10. bis Montag 5.10.2020
Die Wettervorhersage für dieses Wochenende ist für die ganze Schweiz schlecht, Stürme, Schnee und Regen - ausser ganz im Nordosten scheint es weniger schlimm zu sein. Also besuchen wir den Kanton Schaffhausen.
Da wir es gemütlich nehmen, fahren wir von zu Hause weg auf Nebenstrassen entlang der Aare bis zur Mündung in den Rhein. Von dort folgen wir dem Rhein aufwärts bis Rüdlingen und danach aufwärts an der Thur. In Andelfingen besuchen wir im Vorbeigehen Tartaruga, der Spezialist für spezielle Reisemobile. Träumen darf man ja...
Als nächstes steuern wir den Parkplatz vom Schloss Laufen beim Rheinfall an. Grosser Stellplatz für Womos aber es gefällt uns nicht, wir fahren weiter Richtung Schaffhausen. Unser Ziel ist das Klettgau oder der Randen. Bei Siblingen fahren wir hoch zum Aussichtsturm Siblinger Randenturm.
Wir parkieren auf dem Parkplatz und beschliessen, nach dem checken der Wetterapps, hier zu bleiben. In der restlichen Schweiz, vorallem den Bergen, blasen starke Winde und es regnet sehr viel, mit Überschwemmungen im Tessin und Uri. Hier im Randen sollte es nicht so stark winden und auch der Regen sollte im Rahmen sein.
Wir spazieren zum Aussichtsturm. Leider sieht man wegen den Wolken und dem Nebel nicht so weit. Caja findet es lässig herumzurennen ohne an der Leine zu sein.
Am Abend sind wir ganz alleine auf dem Parkplatz. Es ist ruhig, aber irgendwann beginnt ein leichter Regen und er hört nicht mehr auf, bis wir am Samstag wieder weiterfahren.
Am Samstag treffen wir Christa, eine "alte" Bekannte aus Rothrist, sie wohnt in Schaffhausen. Als sie im WhatsApp sah, dass wir im Randen übernachten, hat sie sich gemeldet. Wir haben uns sicher 20 Jahre nicht mehr gesehen. Wir treffen uns in Schaffhausen, das Wetter wechselt zu Sonnenschein und sie zeigt uns ein wenig die Stadt. Christa es war schön wieder einmal mit dir zu pläuderlen.
Eigentlich wollten wir auf dem Camping in Schaffhausen übernachten, aber leider sind Hunde nicht erwünscht... Also weiter entlang dem Untersee. In Wagenhausen finden wir einen Platz auf dem Camping. Ein sehr schöner Platz und in Spazierdistanz nach Stein am Rhein.

Am Sonntag spazieren wir, bei schönstem Wetter, nach Stein am Rhein. Ein sehr schönes Städtchen und nicht einmal so viele Leute., wir haben es früher auch schon anderst angetroffen...
Am Nachmittag geniessen wir das schöne Wetter. Zum Nachtessen besuchen wir das gute Restaurant vom Camping. Caja benimmt sich sehr gut. Es ist ihr erster richtiger Besuch in einem Restaurant.
Am Montag fahren wir durch den Thurgau. Wir besuchen die Kartause Ittingen - Montag ist Ruhetag und wegen Corona sowieso beschränkter Zugang. Vom Seerücken geniessen wir, von verschiedenen Aussichtspunkten, die wunderschöne Ausssicht auf den See. In Frauenfeld fahren wir auf die Autobahn und retour nach Hause.




Glarnerland
Freitag 13.11. bis Sonntag 15.11.2020
Dieses Wochenende besuchen wir den Zigerschlitz, das Glarnerland. Unser Camper hat in der Zwischenzeit seine Winterfinkli montiert bekommen. So sind wir auf einen Wintereinbruch ein bisschen vorbereitet.
Die Anreise führt uns via Schwyz, von dort über die Ibergeregg an den Sihlsee, weiter über die Sattelegg an den Wägitalersee. Vom Wägitalersee müssten wir nur über den Berg zu unserem Tagesziel, dem Obersee. Da es aber keine Strasse gibt fahren wir wieder runter ins Tal und über Siebnen nach Näfels. Von dort führt eine schmale, steile Strasse von 450m auf 990m hoch zum Obersee. Auf den ersten 3km bis auf 750m ist kreuzen nur bei den Ausweichstellen möglich, bergseits ist die Felswand und talseits die Mauer.
Der Obersee ist schon langsam am Überfrieren.
In der Nacht sind die Temperaturen um den Gefrierpunkt und am Tag ist der See im Schatten der Berge. Am späten Nachmittag hat es immer noch Reif der letzten Nacht.
Wir fahren noch ein Stück weiter ins Tal hinein und stellen uns auf den Kiesplatz vor der Alpkäserei, welche sich bereits im Winterschlaf befindet. Auch das Vieh ist schon im Tal.

Es wäre auch ein Schwimmbad und ein Zeltplatz hier, aber die haben, verständlicherweise, bereits Winterdicht gemacht. Für uns kein Problem: eine Nacht können wir problemlos, auch wenn es kalt wird, überstehen. Wir spazieren noch bis zum See und amüsieren uns, wie Caja es geniesst, Runden zu drehen auf den leeren, weiten Wiesen ohne Kühe. Aber als sie dann einem Traktor mit Anhänger hinterhetzen will finden wir es auch nicht mehr so lustig.
Zurück beim Camper machen wir es uns gemütlich, Heizung anlassen und Apéro geniessen. Am Anfang war noch ein zweiter Camper hier, aber die fuhren wieder davon, als es dunkel wurde... scheinbar keine winterfesten Cämper, im Gegensatz zu den zwei Jungs, welche etwas weiter oben ihre Zelte aufschlugen und die halbe Nacht am Feuer sassen... Am Morgen war es 0,5°C.  
Nach dem Morgenspaziergang mit Caja und dem Frühstück machten wir uns wieder auf den Rückweg ins Tal. Da es heute wunderschön sein soll, wollen wir nicht in diesem Schattenloch bleiben. Man könnte zwar auf die Berge an die Sonne wandern, aber mit unserem Hundi dürfen wir noch nicht stundenlang laufen. Fazit, wir kommen wieder einmal hierher aber dann zum Wandern.
Der Parkplatz beim Berghotel Obersee ist ziemlich voll besetzt und ein Parkplatzanweiser schaut, dass die Touris nicht alles zuparken. So wird die Talfahrt ein anstrengendes Kreuzen mit den bergwärtsfahrenden "Wanderern". Unten in Näfels angekommen ist der Verkehrsdienst am Sperren der Bergstrasse, es werden nur noch Berechtigte zum Obersee hoch gelassen.
Als nächstes steuern wir Glarus an, wo wir einen "Stadtrundgang" unternehmen und ein paar Glarner Spezialitäten, Käse, Ziger und Birnenbrot posten.
Glarus ist jetzt nicht so der "Burner" und in Coronazeit noch weniger...
Wir fahren weiter durchs Glarnerland ins Sernftal nach Elm. Elm ist ein kleiner netter Ort. Leider kommt die Sonne in dieser Jahreszeit nur etwa zwei Stunden am Nachmittag bis zum Dorf. Wir besuchen den Panzerschiessplatz am Ende vom Tal. Ein riesiger Militärspielplatz mit Pisten für die Pänzeler...

Dort sammeln wir ein paar schöne Schiefersteine. Dann fahren wir wieder runter nach Elm und spazieren durchs Dorf, welches kurz in der Sonne ist.
Vreni Schneider sehen wir leider nicht, aber wahrscheinlich ist sie schon mit einem Kaffee am Pistenrand... :-)
Auch das berühmte Martinsloch in den Tschingelhörner sehen wir, aber heute ist nicht einer der zwei Tage im Jahr, wo die Sonne durch das Loch auf die Kirche von Elm scheint. Die Tschingelhörner gehören zum UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona.
Zum Übernachten stellen wir uns auf den Parkplatz der Sportbahnen Elm, welche im Moment nicht in Betrieb sind und geniessen eine ruhige Nacht mit Temperturen um den Gefrierpunkt.

Am Morgen spazieren wir noch einmal durch das schattige Dorf, einen Teil vom Elmer Citro Rundweg und fahren danach weiter.
Unser Heimweg führt uns über den Klausenpass, welcher das letzte Wochenende in diesem Jahr offen ist. Nach der Passhöhe parkieren wir auf einem Platz an der Strasse, picknicken, geniessen die Sonne und den Verkehr. Wahnsinn, was da alles unterwegs ist (wir ja auch...) und vorallem wie zum Teil gefahren wird...
Am späteren Nachmittag fahren wir auf direktem Weg nach Hause. Unser Camper darf sich nun, nach einer ausgiebigen Reinigung, für einen Monat in seiner Höhle (Einstellplatz) ausruhen.
Das nächste Mal sind wir vielleicht ab Mitte Dezember wieder unterwegs. Mal sehen, wie sich Corona entwickelt und wie fest das Reisen eingeschränkt sein wird.

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