Fribourg, Vaud, Engadin, Puschlav, Wallis
Reisen
Samstag 22.5.2021
Eine Woche Ferien liegt vor uns. "Wohin wollen oder sollen wir gehen" war das Hauptthema der letzten Tage. Tessin kommt nicht in Frage, weiser Entscheid, am Samstag war bis 14 km Stau am Gotthard. Das Wetter spricht am ehesten für die Westschweiz, also fahren wir Mal los.
Weil die Züchter von Caja auf der Route in die Romandie am Weg sind, machen wir einen Besuch in Bühlikofen. Caja überbeisst fast beim Wiedersehen mit der Familie Meister.

Sie erkennt alle und weiss nicht, bei wem sie die meisten Streicheleinheit abholen soll. Mit ihrer Mutter Candy ist es dann eher frostig. Candy hat weniger Freude am Wiedersehen. Die Zwei knurren sich an... Wahrscheinlich war Caja ihr schlimmster Goof aus dem Wurf :-)
Danach werden noch ein bisschen Kühe angekläfft. Caja ist mutig und weicht nicht zurück. Wahrscheinlich haben Meisters an diesem Abend nur saure Milch gemolken... Danke Familie Meister, dass wir wieder einmal vorbei kommen durften.
Danach fuhren wir weiter ins Fribourgische. In Broc auf dem Parkplatz der Chapelle des Marches richteten wir uns ein. Auf diesem Parkplatz hat Andi 1983 als Rekrut seine Exerzier- und Marschübungen abgehalten. Die RS hat im nicht so gefallen, aber der Ort ist schön mit dem Blick auf Gruyères und den Moléson. Es waren bereits zwei Womos aus Belgien, eins aus Frankreich und eins aus Neuchatel auf dem Platz. Belgier und Franzosen scheinen langsam dekadent zu werden. Zwei Personen sind mit einem Womo unterwegs und haben noch ein zusätzliches Auto dabei und zwar nicht auf dem Anhänger...
Wir geniessen ein gutes Nachtessen und ein Glas Wein im Camper.
In der Nacht regnet es und am nächsten Morgen sind diverse Berge rundherum wieder eingepudert.
Pfingstsonntag 23.5.2021
Am nächsten Morgen fahren wir nach Charmey, um die WC Kassette zu leeren, und anschliessend nach Moléson sur Gruyères. Es hat viele Wanderer, obwohl der Moléson noch schneebedeckt ist. Wir spazieren durch die Ferienhäuser und geniessen die Sonne und weiter oben die Aussicht ins Tal über den Greyerzersee, die Fribourger Alpen und den Moléson. Wir haben uns auf dem Stellplatz installiert und die Gebühr bezahlt. Als wir zurück kommen hat ein Luzerner mit seinem Zügelwagen schon zwei Runden auf dem Platz gedreht, weil er sich nicht entscheiden kann wo er sich zwischen die Camper hinstellen soll. Dann fragt er uns "fahrt ihr weg?" Hallo, es hat problemlos noch Platz für etwa 5-6 Womos aber dem Herrn stehen sie wahrscheinlich zu Nahe beieinander, obwohl er seine Dreizimmerwohnung auf Räder danach nicht mehr verlässt und am Morgen wieder davon fährt. Auch die Modecamper, resp. Zeltler mit ihren VW California und Mercedes Vito fallen uns auf. Nicht wegen den Fahrzeugen, sondern wegen den regelmässigen Ausflügen der Leute in den nahen Wald... Da wünscht man sich als seriöser Camper, der die Sch... von seinem Hund aufnimmt, dass es viel regnet und möglichst kalt ist...
Pfingstmontag 24.5.2021
Nach dem gemütlichen Morgenessen an der Wärme in unserem Camper beobachten wir die Hobbyzeltler in ihren Outdoorausrüstungen beim Frühstück im Freien und wie einer nach dem andern in die Büsche verschwindet...
Wir machen noch einen Spaziergang bevor der Regen beginnt. Caja lernt, wie man unfallfrei an den Bovistops (Weiderost) vorbei kommt. Beim Ersten, mutig wie sie ist, läuft sie langsam drauflos und plötzlich haben die Füsse keinen Boden mehr aber der Chef packt sie am Gstältli und bringt sie sicher über den Rost. Beim Nächsten zeigt der Chef ihr den Weg auf der Seite und von da an geht es gut.
Wir fahren wieder runter nach Bulle und weiter ins Waadtland. In Forel auf dem Camping des Cases bleiben wir für zwei Nächte. Das Wetter macht keinen Spass und so verbringen wir den Rest vom Tag an der Wärme, ausser für die zwei Freigänge unserer Beifahrerin unter dem Tisch ;-)
Dienstag 25.5.2021
Das Wetter ist wieder besser. Es windet aber und ist wolkig aber ok für Ausflüge. Unser Ziel ist der Mont Pelèrin. Die Hochfahrt ist schon überwältigend.
Immer wieder hat man grandiose Ausblicke auf den Genfersee. Wir parkieren auf dem Besucherparkplatz vom Sendemast und spazieren anschliessend eine halbe Stunde die letzten 100 Höhenmeter hoch zum Plein Ciel. Da es zu windig ist fährt der Lift zur Plattform nicht, war beim Parkplatz auch signalisiert und weil der Sender im Wald steht, hat man auch keine Aussicht... Schade aber es war ein schöner Spaziergang. Wir fahren runter nach Vevey und erkunden den Quai und die schöne Altstadt. Danach fahren wir über Chexbres, Epesses, Riex bis Grandvaux durch die Weinberge der Lavaux und zurück nach Forel. Zum Nachtessen gibt es wieder einmal ein feines Fondue...
Mittwoch 26.5.2021
Die Sonne scheint, wir können das Morgenessen draussen geniessen.

Später geht es weiter nach Cully, wo wir im Camping in der vordersten Reihe, direkt am See, einen Platz reserviert haben. Nach dem Mittag unternehmen wir eine "Wanderung" durch die Weingebiete vom Epesses und Dézaley. Die Aussicht über die Rebberge, die Berge im Hintergrund und den See ist sensationell, obwohl es wolkig ist. Den restlichen Nachmittag verbringen wir mit Sonne und Aussicht auf den See geniessen und Apéro auf dem Camping Moratel.
Donnerstag 27.5.2021
Leider müssen wir wieder räumen, es war nur für eine Nacht ein Platz frei. Trotzdem ist es wie Ferien, das Frühstück vor dem Camper an der Sonne zu geniessen. Ohne wirkliches Ziel fahren wir nach Lausanne und schlendern in Ouchy dem See entlang. Caja findet einen fast gleichaltrigen Kollegen und die Party kann starten... Zurück beim Auto beschliessen wir, den Camping bei Romainmotier anzusteuern. Wir bleiben, obwohl alles alt ist und zudem viel zu teuer, aber wenigstens sauber...
Freitag 28.5.2021
Und wieder ein schöner, sonniger Morgen. Wir geniessen das Frühstück vor dem Camper. Danach räumen wir zusammen und fahren noch zur schönen Aussicht auf den Mont Blanc.
Nächstes Ziel: Corona-Impfung in Zofingen...
Am Nachmittag gehts zurück in die Westschweiz, neues Ziel Neuenburgersee. Nach langem Suchen finden wir in Portalban einen schönen, gut besetzten Stellplatz am Hafen. Wir beschliessen zwei Nächte zu bleiben, um ein wenig zu relaxen und den See zu geniessen und da am Samstag die Chancen um einen andern Platz zu finden, klein sind. Da man auf diesem Stellplatz nicht reservieren kann, hat es eigentlich keine Modecamper. Liegt es wohl daran, dass die Neocamper immer reservieren müssen? Der Stellplatz ist am Freitag sehr gut besetzt und am Samstag müssen diverse Camper sogar auf dem normalen Parkplatz übernachten.
Es wird grilliert und wir geniessen den schönen Abend, aber Baden ist noch nicht angesagt...

Samstag 29.5.2021 - Montag 31.5.2021
Wunderschönes Wetter, aber auch windig. An der Sonne ist es heiss und im Schatten friert man fast wegen dem Wind.
Wir kommen ins Gespräch mit unserer netten Campernachbarin. Sie kommt aus Pratteln BL. Andi erwähnt, dass er als Kind auch einmal in Pratteln gewohnt hätte, an der Gempenstrasse. Nach dem erwähnen des Namens finden wir heraus, das Renata die ganze Verwandschaft von Andi aus Pratteln kennt und sogar mit einer Cousine fünf Jahre lang ein Bistro geführt hat. Es gibt viel zu fragen und erzählen.
Am Nachmittag unternehmen wir einen Spaziergang ins Naturschutzgebiet Grand Cariçaie.
Zurück beim Camper genehmigen wir uns mit Renata einen Apéro. Weil der etwas länger gedauert hat, bestellen wir bei der Pizzeria auf dem Campingplatz eine Pizza zum Nachtessen.
Am Sonntag wird das schöne Wetter genossen, ein Spaziergang auf die andere Seite der Grand Cariçaie gemacht, wo es diverse idylisch gelegene Weekendhäuschen hat.
Später am Sonntagnachmittag beschliessen wir, noch eine dritte Nacht auf dem schönen Stellplatz zu bleiben. Während wir den Apéro genehmigen und das Nachtessen vorbereiten, verabschiedet sich Renata von uns. Es war ein lustiges Weekend, schön dass wir dich kennengelernt haben. Hoffentlich ein anderes Mal wieder...
Vom Sonntag auf den Montag hat es dann nicht mehr so viele Womos auf dem Platz. Andi ist heute Abend wahrscheinlich der jüngste Camper...
Am Montag fahren wir gemütlich über Land. Wir machen noch einen Abstecher nach Murten und besuchen wieder einmal ein Restaurant. Zum Mittagessen gibt es Fischknusperli und Pommes.
Danach gehts auf der Landstrasse an den Bielersee und anschliessend auf Nebenstrassen entlang der Aare nach Hause.
Engadin und Puschlav
12. - 20. Juni 2021
Es stehen wieder einmal ein paar Tage Ferien an. Wir sind jetzt seit einem Jahr in der ganzen Schweiz unterwegs und haben fast jede Region besucht, aber ins Engadin und die südlichen Bündnertäler haben wir es nie geschafft...
Da das Wetter auch stimmt, machen wir uns auf den "langen" Weg.
Das GPS will über Zürich fahren, aber Andi hat Verkehrsnachrichten angehört und fährt Richtung Luzern und über den Hirzel und siehe da, als das GPS merkt, dass wir anders fahren, ist dieser Weg 10 Minuten schneller, distanzmässig ist es zwar 6km weiter. Soviel zur modernen Technik!
Wir erreichen nach dem Mittag Landqurt, aber der Camping ist voll! Ok fahren wir halt weiter. Auf dem App "Park for a Night" (Standardstellplatzsuchinstrument von jedem Camper...) finden wir im Prättigau einen Stellplatz in Fideris. Wir fahren nach Jenaz die Strasse hoch auf fast 900m nach Fideris und finden den wunderschön gelegenen Stellplatz. Glücklicherweise hat es noch genau einen Platz. Wir richten uns ein und spazieren anschliessend durch das Dorf. Von hier führt noch eine Strasse hoch in die Fideriser Heuberge, Schlittel-, Bike- und Wanderparadies. Wir kommen wieder...
Am Sonntagmorgen gehts weiter. Da uns gestern zweimal das Postauto von hinten entgegen kam, fahren wir in diese Richtung über Strahlegg mit Ziel Küblis unten im Tal. Plötzlich eine Tafel 3,5t und die Strasse ist nur noch ein steiler, geteerter Feldweg. Andi kennt die Regel, es ist nicht verboten, da runter zu fahren! Es kratzt zwar einmal am Unterboden aber wir kommen gut unten an. Dann kommt die nächste Herausforderung! Die Brücke über den Fluss Landquart. Spiegel einklappen, ausschnaufen und losfahren... es hat keine Hand mehr Platz zwischen unsern Spiegeln und dem Brückenprofil.
Danach fahren wir unspektakulär über Klosters, Davos auf den Flüelapass. Auf einem Schneefeld nach der Passhöhe kann Caja die Sau rauslassen. Sie speedet über den Schnee und wirft sich auf den Rücken und schlittelt ein kurzes Stück. Eine Freude ihr zu zuschauen.
Nach Caja's Party fahren wir runter nach Susch und über Zernez nach Cinuos-chel. Auf dem einzigartigen Camping Chapelle installieren wir uns für zwei Nächte. Auf diesem Camping ist Feuern erlaubt. Leider gibt es Camper, welche den Unterschied zwischen Feuer und Muttfeuer nicht kennen... zum Glück für uns, weht der Wind aus der richtigen Richtung.
Nach einer ruhigen, aber kalten Nacht mit 5°C, geniessen wir am nächsten Morgen unser Frühstück an der Sonne, wie es sich für Geburtstagskinder gehört, es ist Marianne-Day. Danach unternehmen wir eine Wanderung ins Val Susauna. Der erste längere "Gwaggel" für Caja. Die Wiesen sind voller Blüten. Unterwegs müssen Rinder angekläfft werden. Komischerweise nur wenn man an der Leine ist. Wir picknicken auf der Alp Pignaint.
Anschliessend wandern wir wieder retour. Und dann geschieht es! In einem kurzen Aufstieg zwickt es Andi hinten in die Wade und er hat bei jedem Schritt einen stechenden Schmerz. Erste Selbstdiagnose, etwas ist abgerissen, Muskelfaserriss? Mit grossen Schmerzen kämpft er zurück ins Tal. Caja kläfft noch einmal alle Rinder an. Am Abend grilliren wir und freuen uns am milden Abend. Tragisch ist aber, das einer der Muttfeurer von Gestern sein Hobby auch an diesem Abend ohne Rücksicht auf die Nachbarn wieder geniesst. Leider hat der Wind gedreht und der Camping ist auch ziemlich voll. Wenn wir zu Hause so feuern würden, ginge es nicht lange und die bewaffneten Pöstler würden am Gartentor stehen... Auch die Intervention eines Mitcampers ignoriert er... übrigens, es kann auch Zufall sein, aber dass der Muttfeurer ein VW California fährt und er und seine Partnerin, wie in der VW Werbung, ihre uneingeschränkte Freiheit geniessen...
Am Dienstag fahren wir weiter über den Berninapass ins Puschlav. Caja hat wieder eine Party auf einem Schneefeld auf der Passhöhe...
In Le Prese auf dem Camping Cavresc parkieren wir unseren Camper für die nächsten zwei Nächte. Es ist ein schöner Ort am Lago Poschiavo, aber die Kosten für eine Übernachtung sind eigentlich unanständig... aber weil im ganzen Val Poschiavo wild campieren verboten ist und es nur zwei Campings hat, nützen es die Campingplatzbesitzer aus. Wenigstens sind sie freundlich und nett und es ist alles ok.
Am nächsten Tag unternehmen wir einen Seerundgang. Wir wandern, Andi humpelt, die eine Seite vom See nach Miralago. Dort, in der Gartenbeiz vom Albergo Miralago, genehmigten wir uns ein Tessiner Plättli und ein Glas Rosato. Caja zeigt uns, dass sie noch nicht bereit ist für Restaurantbesuche...
Für den Rückweg am andern Seeufer entscheiden wir uns für die Bahn. Auch hier stresst Caja. Sie hat das Gefühl, ich will auch auf den gepolsterten Sitz. Zum Glück dauert die Fahrt nur ein paar Minuten und sogar eine Kondukteurin und ihr Lehrling kommen vorbei.
Zurück auf dem Camping gibt es Apéro, zum Znacht wird grilliert und anschliessend auf dem Laptop der EM-Match Italien - Schweiz angeschaut. Leider gewinnen die starken Italiener 3:0, eigentlich standesgemäss, aber alles andere wäre ja auch eine Überraschung gewesen.
Am Donnerstag fahren wir entlang vom See und runter nach Brusio. Es folgt eine Fotosession beim Kreisviadukt.
Anschliessend wieder hoch und nach Poschiavo. Schmuckes Städtchen, hübsche Gebäude und ein schöner Dorfplatz.
Zur Feier des Tages genehmigen wir ein gutes Mittagessen auf dem Dorfplatz.
Danach fahren wir wieder retour über den Berninapass und weiter nach St. Moritz auf den Camping bei der Sprungschanze.
Es windet stark, am Abend wird es rasch kühl und zwischendurch regnet es. Am nächsten Morgen wieder strahlender Sonnenschein und wir geniessen unser Morgenessen vor dem Camper.
Wir fahren weiter bis nach Maloja, wo wir eine Stunde einen Spaziergang unternehmen.
Weiter geht es über den Julier durch das Oberhalbstein nach Tiefencastel und von dort nach Filisur auf den Camping Islas.
Beim Check-in auf dem Camping fragt uns der Chef, als er unseren Wohnort sieht, ob wir das Restaurant Baan Thai kennen. Die Gastgeberin sei die Cousine von seiner Frau. Logisch kennen wir das Baan Thai und zum Vergleichen haben wir am Abend thailändisch dinniert und es war auch in Filisur sehr lecker.
Am nächsten Morgen beim Weiterfahren kurz ausserhalb vom Camping zeigt unser Tacho die gleiche Zahl wie auf der Autonummer.


Anschliessend gehts runter ins Domleschg und über Nebenstrassen bis Bonaduz, von dort entlang der Rheinschlucht via Versam nach Ilanz. Unterdessen lieben wir diese Strecke.
Ab Ilanz gibt es nur noch die Hauptstrasse durch die Surselva bis auf den Oberalppass, unserem nächsten Tagesziel.
Wir parkieren am gleichen Ort wie schon vor einem Jahr, als wir unseren ersten Camperausflug mit Caja unternahmen. Da wir aber einen Monat früher hier sind als letztes Jahr, hat es nicht so viele Womos wie beim letzten Mal.
Am Abend kredenzen wir uns wieder einmal ein Fondue...
Am Sonntag "klettern" wir auf den Pass Tiarms oberhalb vom Oberalppass. Leider ist es kühl und bedeckt und wir gehen zurück zum Camper.
Wir haben ja auch noch einen Termin. Wir treffen am Nachmittag Andis Göttibub Nick bei seinem Geburtstagsfest.
Erlach
Sonntag 26. Juni bis Montag 27. Juni
Leider können wir erst am Sonntag losfahren, da Andi am Freitag die zweite Covid Impfung erhalten hat und am Samstag flach lag.
Es ist ein schöner, sonniger Tag und Marianne ruft spontan in Erlach an und siehe da :-) sie haben noch ein Plätzchen frei.
Kurz nach dem Mittag treffen wir auf dem Camping ein. Wir genehmigen uns einen Apéro und schauen den vielen Leuten im Strandbad zu. Andi genehmigt sich am Abend auch noch einen Schwumm.
Beim Abendessen kommt das junge Paar vom Nachbarsplatz vom Baden zurück. Sie schicken ihre zwei kleinen Kinder noch einmal auf den Spielplatz und kurz darauf wackelt der VW California...
Am Abend sieht man Wetterleuchten, Blitze und starke Gewitter über dem Jura und in der Nacht beginnt es auch am See zu regnen.
Am Montag können wir unser Morgenessen wieder vor dem Camper geniessen. Danach fahren wir ins schöne Städtchen Le Landeron. Kurzer Stadtrundgang und anschliessend weiter Richtung Biel. Von dort gehts hoch auf den Bözingenberg. Leider ist die Fernsicht nicht so gut und das Restaurant hat am Montag Ruhetag.
So picknicken wir halt und cruisen danach gemütlich über Land nach Hause.
Andermatt - Ulrichen
Freitag 2. Juli bis Sonntag 4. Juli
Unser letztes Camperweekend vor den Sommerferien steht bevor. Wir werden die Zeit bis Mitte August bei uns zu Hause verbringen und nicht mit all den Camper mit schulpflichtigen Kinder um die freien Plätze auf den Campings "kämpfen"...
Da in Zofingen, dem Arbeitsort von Andi, der erste Freitag im Juli Kinderfest ist und das ein Feiertag ist und somit ein arbeitsfreier Tag, starten wir schon am Freitagmorgen. Wir steuern unsern Camper in die Innerschweiz nach Andermatt. Nachdem wir uns auf dem Camping installiert haben und unseren Rucksack gepackt haben wandern wir zum Bahnhof. Mit der Bahn fahren wir nach Göschenen. Wir wollen die Schöllenenschlucht hoch wandern.
Es ist wahnsinnig, wieviel Verkehr durch diese Schlucht fährt, aber gleichzeitig auch faszinierend was für Verkehrswege in dieses enge Tal gebaut wurden.
Links und rechts hohe Berge, im Tal ein reissender Fluss. Motorenlärm extrem und plötzlich ist es wieder ruhig.
Es ist ein schöner Wanderweg auf der Route der ersten Überquerer des Gotthards.
Das Highlight ist natürlich die Teufelsbrücke.


Am Schluss spazieren wir durch Andermatt und zurück auf den Campingplatz. Beim Relaxen vor unserem Camper beobachten und amüsieren wir uns über die diversen Neuankömmlinge, vorallem diejenigen mit einem Mietcamper und wahrscheinlich vor der ersten Nacht in einem Womo :-)
Für Samstag und hauptsächlich für Sonntag ist Regen in der Region angesagt. Wir beschliessen, über den Furkapass ins Goms zu flüchten.
Leider beginnt es am Samstagnachmittag auch hier zu regnen. Wir geniessen in unserem Camper das Geräusch vom Regen auf dem Dach und haben ein wenig bedauern, mit den Mitcampern und Zeltlern, welche nicht so angenehm wie wir am Schärmen und an der Wärme sein können.
Am Sonntag fahren wir auf dem schnellsten Weg nach Hause, über den Nufenenpass nach Airolo und von dort auf die Autobahn.
Vogesen
Freitag 30. Juli bis Montag 2. August
Am Nationalfeiertag flüchten wir traditionell ins Ausland. In unserer Region ist es extrem, was da alles für Feuerwerke und Böller in den Himmel geschossen werden. Über die Luftverschmutzung diskutieren wir jetzt nicht.
Unser diesjähriges Ziel sind die Vogesen. Wir fahren Richtung Mulhouse und von dort weiter nach Guewenheim auf dn netten Camping de la Doller. Der Platz ist gut besetzt und wir müssen das erste Mal unsere Covidbestätigungen zeigen.
Am Abend spielt ein Musiker auf der Restaurantterrasse bis um Mitternacht. Die Gäste vom Restaurant tanzen und feiern, als hätte es nie Corona gegeben. Ok es müssen ja alle eines der 3 G erfüllen.
Nach dem Frühstück an der Sonne brechen wir auf und fahren die steile Strasse hoch zum Ballon d' Alsace. Da Marianne Schmerzen im Fuss hat unternehmen Andi und Caja alleine eine Wanderung zu den zwei Denkmälern auf dem Berg. Leider ist es bewölkt und bedeckt und man kann sich die Fernsicht nur erdenken. Wahrscheinlich sieht man die ganze Alpenkette vom Mont Blanc bis zum Säntis oder so.

Wir müssen wieder einmal vorbei kommen.
Wir beschliessen, nicht hier zu übernachten. Es stehen schon diverse Womos hier, die wahrscheinlich, so wie sie parkiert sind, über Nacht bleiben.
Also fahren wir auf der andern Seite vom Ballon d' Alsace wieder runter ins Tal und weiter zu der Skistation und mehrfachem Tour de France Bergankunftetappenort, nach Les Planche Des Belles Filles.

Nach einem Spaziergang, die letzten 500m hoch bis zum Ziel, mit über 20% Steigung, genehmigen wir uns anschliessend beim Camper einen Apéro an der Sonne. Es sind im Nachhinein die letzten Sonnenstrahlen, welche wir in den Vogesen geniessen können. Das Nachtessen wird bereits drinnen genossen, später beginnt es zu Regnen.
Am nächsten Morgen - Nebel und kalt. Nach einem längeren Gassirundgang und dem guten Frühstück gehts wieder runter ins Tal und weiter zum Col du Ballon de Servance. Wir fahren 10 km auf einer schmalen Strasse durch den Wald hoch zum Pass auf 1'158m. Wir sind fast alleine unterwegs, wir kreuzen nur ein Auto und treffen drei Velofahrer, zwei kämpfen sich hoch und einer fährt runter. Mit dem Nebel und dem Regen ist es mystisch und man hat das Gefühl, dass jeden Moment Robin Hood auf die Strasse springt...
Oben angelangt haben wir aber keine Lust zum Aussteigen, es ist neblig und nass und man sieht sowieso nirgendwo hin.
Weiter gehts runter auf der schmalen Strasse auf den Col des Croix auf 678m, wo wir die Route National kreuzen und auf der andern Strassenseite wieder auf einer schmalen Strasse weiterfahren. Wir durchqueren einen schönen Wald voller Tümpel, Mille Etangs heisst das Gebiet und der Name stimmt. Irgendwann im Regen kommen wir auf den Col du Mont de Fourche wo scheinbar ein Bergrennen stattfindet. Zum Glück wollen wir auf der andern Seite runter ins Tal. Über Le Thillot erreichen wir Ventron. Das Wetter wird besser, also es regnet nicht mehr. Wir besuchen den kleinen Marché Artisanal aber unsere Caja benimmt sich wieder einmal voll daneben, so gibt es halt nur einen kurzen Besuch.
Wir fahren noch hoch in die Skistation von Ventron und bewegen unseren Hund ein wenig.
Wieder unten in Ventron steuern wir als nächstes Bresse an, ein weiterer Skiort in den Vogesen. Oberhalb von Bresse liegt der Lac des Corbeaux, wunderschön im Wald gelegen und sehr touristisch. Wir stellen uns auf den Parkplatz, warten auf eine Regenpause und beobachten die vielen "Wanderer". Später umqueren auch wir den See. Für die Nacht bleiben wir hier, allerdings auch mit etwa acht andern Campern zusammen. Es regnet in der Nacht, aber es ist sehr ruhig.
Am nächsten Morgen fahren wir auf einer sehr schmalen, schlechten Strasse hoch zum Col de la Vierge, wo wir mit unserer Fellnase einen längeren Schnüffel- und Markiergang machen. Danach führt der Weg rüber zum Col Bramont und von dort runter an den Lac de Kruth-Wildenstein.
Es war trotz des "schlechten" Wetters eine schöne Reise durch die südlichen Vogesen, zum grossen Teil auf wenig befahrenen Wegen und durch eine für uns noch unbekannte Region. Aber leider müssen wir wieder nach Hause.
Wallis
Freitag 13. bis Dienstag 17. August
Wir haben wieder einmal eine Woche Ferien vor uns. Für das Wochenende sind hohe Temperaturen angesagt und so wird es auch.
Am Freitag zieht es uns zuhinterst ins Emmental, unter den Hohgant, nach Bumbach, der Heimat vom Skirennfahrer Beat Feuz.

Zuerst fahren wir zum Restaurant Kemmeribodenbad, aber das Restaurant sieht sehr gut besetzt aus, also fahren wir weiter hinauf der Emme entlang bis Kübisbühl auf 1067m. Von dort wanderten wir ein Stück dem Skulpturenweg entlang und wieder zurück.


Es ist heiss, einfach nur heiss...
Wir beschliessen auf den Camping nach Bumbach zu fahren und nur noch herum zu hängen.
Am Samstag ist es immer noch heiss und wir entscheiden uns das Eriz auf der Westseite vom Hogant zu besuchen. Wir fahren über den Schallenberg und danach gefühlte 200 Kurven bis zuhinterst nach Innereriz. Dort wo die Strasse nicht mehr weiter führt, respektive Fahrverbot ist, beim Parkplatz vom Skilift, könnte man übernachten. Aber es ist so heiss und es hat keinen Schatten! Marianne macht noch einen kurzen Besuch im Lokallädeli danach kurven wir die 200 Ecken wieder zurück und über den Schallenberg nach Schangnau, wo wir vor knapp 2 Stunden losgefahren sind...
Nach einer kurzen Lagebesprechung beschliesst Andi nach Heiligkreuz im Entlebuch zu fahren. Zuerst machen wir noch einen Abstecher in die Erlebniswelt von Kambly in Trubschachen. Chrömli bis zum abwinken...
In Schüpfheim klingelt plötzlich das Handy von Marianne, Ueli Berz, unser Nachbar, ist auf der andern Seite. Ob wir im Entlebuch seien? Er stehe mit seinem Traktor und seinem Wägeli am Strassenrand und mache Pause. Er habe einen roten Camper mit AG Kennzeichen gesehen, dass müssten doch wir sein. Wir wenden und treffen Ueli und Fabienne. Die Schweiz ist halt klein :-)
In Heiligkreuz nächtigen wir, mit drei andern Camper, auf dem Bio Bauernhof Schwesterehüsli. Klein aber fein. Leider ist am Sonntag 15. August Maria Himmelfahrt und ab früh am Morgen fahren x Autos hoch in den Wallfahrtsort Heiligkreuz und später auch wieder runter.
Wir haben Heute mit unsern Trauzeugen Corinne und Heini abgemacht, es ist unser siebter Hochzeitstag.
Es ist immer noch heiss und tüppig. Wandern ist immer noch kein Thema, also fahren wir über schmale Strässchen über Doppleschwand, Romoos nach Holzwäge. Von hier ist es nur noch etwa eine Stunde zu Fuss auf den Napf, aber wir fahren auf der andern Seite wieder hinunter.
Am Abend treffen wir Corinne und Heini im Restaurant Lindenhof in Ebnet und geniessen einen schönen Abend mit einem sensationellen Nachtessen.
Corinne und Heini, danke herzlich für die angenehme Zeit mit euch und für alles.
Wir dürfen auf dem Parkplatz vom Lindenhof übernachten.
Nach einer gewittrigen Nacht fahren wir am Morgen im Regen auf den Glaubenberpass und geniessen unser Morgenessen im Nebel. Weiter geht es runter nach Sarnen, über den Brünig nach Meiringen und über den Grimselpass. Es regnet wahrscheinlich nur einmal... Auf dem Pass zeigt das Thermometer 7,5°.

Wir halten nicht an. Auf der Walliserseite wird das Wetter besser und in Reckingen auf dem Camping können wir noch einen Spaziergang mit Caja an der Sonne machen.
Am nächsten Tag nach einem ausgiebigen "z Morge" machen wir eine Wanderung entlang der Rotten (Rhone) bis nach Ulrichen und von dort mit dem Zug wieder zurück nach Reckingen, das Wetter ist schön, am Schatten fast kalt und an der Sonne heiss...
Mittwoch 18. bis Freitag 20. August
Heute fahren wir nach Bellwald. Ein ehemaliger Arbeitskollege von Andi und "Schuldiger", dass wir eine Webseite haben, ist im schönen Bellwald in der Ferienwohnung der Tante Marie in den Ferien.
Zuerst aber besuchten wir das Binntal. Ursprünglich wollten wir hier für 2 Nächte auf dem Camping verbringen. Zum Glück haben wir uns anderst entschieden, der kleine Camping ist voll überlaufen. Wir machen einen "Stadtrundgang" durch Binn. Danach fahren wir die schmale Strasse und durch den langen Tunnel, wo wir noch das Postauto kreuzen, zurück nach Ernen und weiter nach Fiesch. Von dort gehts hoch nach Bellwald.

Der Ort ist wirklich schön gelegen, eine Sonnenterrasse mit wunderschöner Aussicht auf das Tal. Wir verstehen jetzt, wieso so viele Leute aus unserer Heimat hier eine Ferienwohnung haben oder regelmässig in die Ferien kommen.
Wir treffen Walter im Restaurant Pöstli zum Apéro. Die Ferienwohnung von Marie ist im selben Gebäude. Wir werden von Marie und Jeanine, der Tochter von Walter zum Nachttessen eingeladen und geniessen einen angenehmen Abend mit ihnen.
Am nächsten Morgen begleiten wir Lehmanns noch durch das schöne Dorf und hoch bis zur Talstation des Sesselliftes. Sie wollen eine Wanderung machen. Wir getrauen uns noch nicht mit Caja auf einen Sessellift... so geht es für uns wieder runter ins Tal bis nach Brig und von dort auf den Simplonpass. Wir fahren weiter und nehmen die Nebenstrasse durch Simplon Dorf und danach bis nach Gondo. Hier verloren am 14. Oktober 2000 13 Menschen ihr Leben durch einen Bergsturz.

Das Darf wurde wieder aufgebaut und der Dorfplatz sieht schön aus. Wir aber haben das Gefühl, dass wir hier nicht leben könnten, unter diesen riesigen, bedrohlichen Felswänden rund um das Dorf.
Eigentlich wollten wir noch ins Zwischbergental, aber es ist schon spät am Nachmittag und so schleichen wir hinter einem Lastwagen wieder auf die Simplonpasshöhe. Auf dem Parkplatz vom Hospiz dürfen wir leider nicht über Nacht bleiben, so übernachten wir halt hinter dem geschlossenen Hotel Kulm mit noch fünf weiteren Womos.
Am Freitag wandern wir den "Simplon Bergalpe Rundweg".
Schöne Wanderung zu Rotelschsee und Hopschelsee. Uns zieht es noch runter zum "Alte Spittel" und wieder zurück.
Die Heidelbeeren sind reif und es hat sehr viele Italiener hier oben, welche am Beeren pflücken sind. Auch wir pflücken uns immer wieder eine handvoll Beeren und ab in den Mund.
Danach fahren wir wieder runter nach Brig und weiter nach Fiesch auf den Camping Eggishorn, wo wir den Tag ausklingen lassen.
Es ist ein schöner Platz, aber auch hier eigentlich sehr peinlich für den Betreiber des Platzes, es ist nicht günstig zum Campen und zum Duschen muss man noch einmal extra pro drei Minuten einen Franken bezahlen. Der Strom kostet rekordmässige Fr. 7.-- pro Tag!!!
Samstag 21. bis Montag 23. August
Unsere Plan für heute ist eine Wanderung von der Fiescheralp auf die Bettmeralp. Von Fiesch fahren wir mit der Luftweilbahn hoch auf die Alp. Schon nach wenigen Schritten sehen wir das Matterhorn.
Es ist eine angenehme Wanderung ohne gross rauf und runter, ausser der Abstieg nach der Bettmeralp, aber den machen wir nicht...
Wir picknicken, bewundern die Aussicht und das schöne Wetter. Danach spazieren wir wieder zurück auf die Fiescheralp und genehmigen uns in einem Restaurant auf der Sonnenterrasse ein Walliserplättli und ein Glas Rosé.
Am Sonntag fahren wir wieder das Wallis hinunter bis nach Brig. Kurzer Stadtbummel durch die schöne Altstadt. Anschliessend steuern wir unser Tagesziel Visp an. Auf dem gut besetzten Camping finden wir einen schönen Platz und geniessen den restlichen Nachmittag.
Am nächsten Morgen plaudern wir noch mit unsern Campingnachbarn. Danach machen wir uns auf den Heimweg, das Goms hoch, Richtung Furka. Auf dem Furkapass besuchen wir die Eisgrotte im Rhonegletscher. Sehr eindrücklich wie der Gletscher sich zurückgezogen hat und vorallem das Volumen, welches er verloren hat.
Danach fahren wir ohne Umwege wieder nach Hause.
Es war sehr schön im Wallis.